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Müller tritt beim SV Schlebusch zurück – FC Leverkusen verliert in Frechen

Fußball in Leverkusen : Müller tritt nach Kantersieg des SVS zurück

Nach nur zehn Spielen als Trainer des Landesligisten SV Schlebusch nimmt Marcel Müller seinen Hut. Zum Abschluss des Intermezzos gibt es einen 8:1-Erfolg. Bezirksligist FC Leverkusen präsentiert sich hingegen lustlos in Frechen.

SV Schlebusch – TSV Germania Windeck 8:1 (5:0). Die Ereignisse überschlugen sich nach dem Schlusspfiff. Einerseits war große Freude nach dem souveränen Heimsieg über das Schlusslicht aus Windeck angebracht, zum anderen aber auch eine gewisse Überraschung. Denn Trainer Marcel Müller, der erst in der Winterpause die Nachfolge vom langjährig so erfolgreichen Stefan Müller angetreten hatte, beendete auf eigenen Wunsch sein Engagement nach nur zehn Spielen wieder. „Aus beruflichen und privaten Gründen kann ich diesen Aufwand einfach nicht mehr leisten. Deswegen habe ich mich für diesen Schritt jetzt entschieden“, erklärte Müller.

Mannschaft und Vorstand traf die Nachricht überraschend, wie Geschäftsführer Florian Richter bestätigte: „Wir hatten davon keine Ahnung und müssen das jetzt so akzeptieren. Wir sind aber bereits mit einer internen Nachfolgelösung klar und können so die Saison in Ruhe zu Ende bringen.“ Der erste Vorsitzende Dirk Dreher, der in früheren Jahren bereits erfolgreich an der Seitenlinie arbeitete, wird einspringen und dem Verein Zeit geben, um einen neuen Coach für die kommende Spielzeit zu verpflichten.

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In der vorangegangenen Partie gab es keinerlei Zweifel am Sieg der Schlebuscher. Bereits nach 180 Sekunden unterlief den Gästen ein Eigentor. Die Platzherren machten weiter viel Druck und kamen schnell zu den nächsten Chancen. Sebastian Bamberg gelangen noch vor dem Seitenwechsel zwei Treffer, Marcel Schulz und Mustafa Uzun erhöhten auf 5:0. „Der Gegner hätte sich nicht beschweren dürfen, wenn sie noch deutlicher zurückgelegen hätten“, sagte der scheidende Übungsleiter.

Direkt nach dem Wiederanpfiff gelang den Gästen zwar der Ehrentreffer, doch der hatte nur statistischen Wert. Denn danach übernahmen die Schlebuscher wieder die Initiative. Nicolai Annas, noch einmal Marcel Schulz und Philipp Henning sorgten mit ihren Treffern für gelöste Stimmung im Lager des SVS. „Ich bin mit diesem Auftritt sehr zufrieden. Die Jungs haben das von Anfang bis Ende hervorragend gemacht“, sagte Müller, ehe er sich dann von allen Beteiligten verabschiedete und das kurze Kapitel in Schlebusch beendete.

Viktoria Frechen – FC Leverkusen 3:0 (1:0). Chancenlos waren die Leverkusener in der Auswärtspartie beim Tabellenzehnten. „Der Auftritt der Mannschaft war so wie die Trainingsleistung unter der Woche“, haderte Trainer Lukas Beruda. Vier Spieltage vor dem Saisonende sei die Luft raus. Nach einer halben Stunde kassierten die Gäste den 0:1-Rückstand. In der Folgezeit lief es bei den Leverkusenern zwar etwas besser und Leon Schüler hatte in der 38. Minute großes Pech bei einem Pfostentreffer. Auch Vincenzo Bosa, Narciel Mbuku und Michael Urban hatten den Ausgleich auf dem Fuß.

Doch den Gästen fehlten in der Offensive Genauigkeit und Glück, ein Treffer war dem FCL-Team nicht vergönnt. Abgesehen davon machten es die Platzherren schlichtweg besser und erzielten nach knapp einer Stunde das 2:0. Elf Minuten vor dem Abpfiff war die Partie nach dem dritten Gegentor endgültig gelaufen. „Wir haben leider überhaupt kein Aufbäumen gezeigt, die Mannschaft hat sich in ihrem Schicksal ergeben“, kritisierte Beruda.