Handball : LTV wird immer selbstbewusster

Mit 34:23 (19:13) gewinnen die Drittliga-Handballer des Leichlinger TV beim VfL Gladbeck. Für Trainer Frank Lorenzet ist dieser Auftritt "der nächste Schritt nach vorne" in der positiven Entwicklung der vergangenen Wochen. Ein Entwicklung, die eine breite Brust stetig wachsen lässt.

Wie eine Mannschaft agiert, die nach einem holprigen Saisonstart immer besser in Tritt kommt, demonstriert in diesen Tagen Handball-Drittligist Leichlinger TV. Bei Aufsteiger VfL Gladbeck kam die Truppe von Trainer Frank Lorenzet am Samstagabend zu einem nie gefährdeten 34:23-(19:13)-Erfolg. "Wir haben wieder einen Schritt nach vorne gemacht. Die Mannschaft wird selbstbewusster, und so langsam weiß jeder Spieler, wo sein Platz im Team ist", sagte Lorenzet.

In der Gladbecker Riesener-Halle sahen die Zuschauer einen Gast, der "die richtige Einstellung und die richtige Körpersprache" (Lorenzet) an den Tag legte. Angeführt von Matthias Aschenbroich, der nach seinen Muskelfaserrissen im Arm wieder an Bord war und dessen Präsenz die Brust der Blütenstädter noch ein bisschen stärker anschwellen ließ, stellte der LTV die Abwehr der Hausherren vom Start weg vor große Probleme. Als "Aschi" nach einer Viertelstunde schon wieder geschont wurde, war Leichlingen längst im Stile einer Spitzenmannschaft unterwegs.

Gut und gerne mehr als 40 Treffer hätten am Ende für den Sieger dieser Partie zu Buche stehen können, wenn der LTV, bei dem Neuzugang Arthur Giela seine bislang beste Leistung zeigte, nicht all zu großzügig mit seinen Chancen umgegangen wäre. "Wir haben zahlreiche Hochkaräter ausgelassen. Auch die zweite Welle fahren wir noch zu unkonzentriert. Es gibt also noch genug Luft nach oben", kritisierte Lorenzet. Allein, diese Punkte waren in Gladbeck Luxusprobleme angesichts der eigenen Überlegenheit.

Der Sieg im "Schlüsselspiel" (Lorenzet) in Uerdingen vor zwei Wochen wirkt im Rückblick wie ein Startschuss für den LTV. Es folgte ein gutes Spiel gegen Korschenbroich und nun ein noch besseres in Gladbeck. "Ich habe nie Zweifel daran gehabt, dass wir uns nach normalen Anfangsschwierigkeiten steigern werden", sagte Lorenzet. Dass diese Steigerung noch lange nicht an ihrem Ende angekommen sein muss, dürfte die Konkurrenz dabei durchaus schlucken lassen.

LTV: Nippes (1.- 51.), Aumann (51. - 60.) – Loschinski, Giela (6), Janssen (3), Menzlaff (2), Aschenbroich (4), Reinarz (10/3), Jansen (1), Munkel (4), Pallach, Born (4), Kreckler.

(RP)