Basketball : LTV strauchelt auf dem Gletscher

Trainer Björn Jakobs und seine Leichlinger müssen beim 70:101 gegen Rhöndorf einen bitteren Rückschlag hinnehmen. Der TuS 82 Opladen behält auch gegen die Alten Freunde Düsseldorf seine weiße Weste.

Dass der Gegner des Leichlinger TV am Ende sogar dreistellig punktete, bekamen die meisten Zuschauer Am Hammer nur noch am Rande mit. Björn Jakob hingegen ertrug auch den letzten Angriff der Gäste aus Rhöndorf in stoischer Ruhe an der Seitenlinie — Kommandos brüllen und wildes Gestikulieren inklusive Taktikanweisungen machten zu diesem Zeitpunkt schon lange keinen Sinn mehr.

Das zweite LTV-Heimspiel lieferte Mannschaft und Trainer die bittere Erkenntnis, dass der Weg zum Klassenerhalt in der 2. Regionalliga nicht nur steinig werden dürfte. Im Moment gleicht er eher einer Wanderung über einen vereisten Gletscherpass bei Nacht.

Das 70:101 (32:71) gegen die Reserve des Rhöndorfer TV war nach der Auftaktpleite gegen Uerdingen schon der zweite heftige Strauchler. "Rhöndorf war uns in allen Belangen überlegen, bei uns hat einfach nichts gepasst", fasste Jakob den völlig den gebrauchten Abend zusammen. Vor allem die Defense, die nur durch mentale Abwesenheit glänzte, entpuppte sich als Achillesferse.

Die Partie war nach den ersten zehn Minuten (15:41) gelaufen, die restlichen drei Viertel dienten nur noch der Schadensbegrenzung. LTV: Kunigkeit (14), M. Schröder (11), Mulde (3), Kolk (6), Löhr (7), Warnecke (10), Heischmann (4), Dugandzic (8), Kummerow (4), Braun (3), Wodaege.

Ein völlig anderes Bild gibt der TuS 82 Opladen ab. Um Trainerin Nadine Homann nach der makellosen Startbilanz von drei Siegen das Grinsen aus dem Gesicht zu meißeln, braucht es schon Spezialwerkzeug. Auch beim 83:61 (45:35) über die Alten Freunde Düsseldorf wurden die 82er kaum gefordert.

Der Opladener Sieg stand im Aufsteigerduell nie auf der Kippe, auch wenn sich die 82er in der zweiten Halbzeit einige kleinere Nachlässigkeiten — bedingt durch viele Wechsel — leisteten. "Zwischendurch haben wir uns vom schleppenden Tempo der Düsseldorfer anstecken lassen. Letztendlich hatten wir hier aber zu keinem Zeitpunkt Probleme", konstatierte Homann zufrieden. TuS: Nesges (4), Tamm (1), Klesper (20), Njai (6), Hennel (4), Höhfeld (3), Mekki (2), Thimm (8), Brückmann (15), Schreiber (15), Wilczek (5).

(sl)