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Handball: LTV soll Aurich am Freitag auf die Finger hauen

Handball : LTV soll Aurich am Freitag auf die Finger hauen

Zum Hinrunden-Ende empfangen die Leichlinger Drittliga-Handballer um 20 Uhr den Tabellenzehnten.

Die besten Gründe für einen Sieg sind zumeist die Punkte, die dafür verteilt werden. Für die Handballer des Leichlinger TV lassen sich indes sehr viele weitere Vorteile finden, die sie sich durch einen Erfolg heute Abend über den OHV Aurich (Smidt-Forum, 20 Uhr) verschaffen könnten. So würden sie ihre in dieser Saison noch makellose Heimbilanz (sechs Siege) fortschreiben. Zudem wäre der LTV weiter in Reichweite der Drittliga-Spitze — auch wenn der TuS Wermelskirchen bereits als Wintermeister feststeht. Und als kurzfristiges Motiv könnte herhalten, dass vermutlich die Stimmung unter den Spielern noch besser wäre, wenn die Mannshaft mit einem gewonnenen Spiel im Rücken am Abend zur Weihnachtsfeier ausrückt.

Beim Blick in die Vergangenheit entpuppen sich die Ostfriesen als gerngesehene Gäste. In den vergangenen zwei Saisons nahmen sie keine Punkte, sondern deutliche Schlappen aus der Blütenstadt mit heim. Felsenfestes und uneingeschränktes Vertrauen in die Fortsetzung dieser aus OHV-Sicht kurzen, aber schwarzen Serie, hat LTV-Trainer Frank Lorenzet zwar nicht ("Bei meiner Mannschaft kann man sich nie sicher sein"). Allerdings gibt er sich durchaus optimistisch, dass der Jahresausklang gelingt, "wenn wir mit einer vernünftigen Einstellung ins Spiel gehen". Vom Start weg soll sein Team so dem Gegner auf die Finger hauen, wenn dieser versucht, einen eigenen Zugriff auf die Partie zu bekommen.

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Um heute nach etwas Zählbarem zu greifen, müsste Aurich indes eine deutliche Steigerung gegenüber den letzten Auftritten hinlegen. Denn die Momentaufnahme des OHV ist kein Schnappschuss der Glückseligkeit. Zuletzt mussten happige Niederlagen gegen Edewecht und Uerdingen verdaut werden. "Allerdings haben sie sich auch schon von einer ganz anderen Seite gezeigt", erinnert Lorenzet mit Verweis auf den sechsten Spieltag, als die Auricher in eigener Halle Wermelskirchen schlagen konnten.

Aber ganz egal, wie es letztlich ausgehen sollte: Nach dem letzten Kraftakt des Jahres 2012 stehen für die Leichlinger am Montag noch ein gemeinsames Essen und im Anschluss zwei Handball-freie Wochen an. "Nix hören, nix sehen, einfach abschalten", lautet laut Lorenzet das bevorstehende Programm. Nach sechs intensiven Monaten samt Vorbereitung und Hinrunde soll dann "geistig regeneriert" werden, "damit die Spieler danach wieder richtig Bock auf Handball haben".

(RP)