Handball : LTV schmeißt den Sieg in Ratingen weg

Nach einem guten Start in die Partie reißt bei den Drittliga-Handballern der Faden. Am Ende steht eine 26:30-Niederlage beim Aufsteiger. Trainer-Manager Frank Lorenzet ist enttäuscht. Aus den vergangenen vier Spielen gab es nur einen Sieg.

Nicht nur der Samstagabend und der Sonntag waren für Frank Lorenzet verdorben. "Ich werde noch länger daran zu knabbern haben", sagte der Trainer-Manager des Leichlinger TV. Zu enttäuscht war er von der Leistung seiner Mannschaft in der Dritten Hanball-Liga bei der SG Ratingen. Das 26:30 (13:14) beim Aufsteiger hat Spuren hinterlassen. "Ich habe nicht damit gerechnet, dass mein Team so eine Leistung abliefert", sagte Lorenzet.

Das Spiel in Ratingen sollte der Startschuss für eine Erfolgsserie werden - so lautetet zumindest der Plan des LTV. Es sollte anders kommen. Dabei gelang der Start in die Partie. Mit 7:3 führten die Gäste nach zwölf Minuten. Beim Stand von 7:5 verwarf David Kreckler dann einen Siebenmeter. "Damit ging alles los. Danach ist der Faden gerissen", erläuterte Lorenzet rückblickend. Bis zum Seitenwechsel drehten die Ratinger das Spiel.

Die Leichlinger vergaben ihre großen Tormöglichkeiten teils leichtfertig und in der Defensive begangen sie einen einfachen Fehler nach dem anderen. "Ich denke, da haben wir das Spiel weggeschmissen", analysierte Lorenzet. Dennoch blieb die Partie bis eine Viertelstunde vor der Schlusssirene ausgeglichen. Drei Zeitstrafen innerhalb von sechs Minuten brachen dem LTV dann endgültig das Genick. "Wir müssen das nun zusammen sachlich analysieren. Denn eines ist klar: Das darf uns nicht häufiger in dieser Saison passieren", erklärte Lorenzet.

Nach sechs Spielen weisen die Leichlinger nun eine ausgeglichene Bilanz, mit drei Siegen und ebenso vielen Niederlagen, auf. Dabei steht allerdings nur ein Sieg aus den vergangenen vier Partien zu Buche - zu wenig für ein Team mit dem Anspruch, oben mitzuspielen. "An diesem Wochenende haben alle Aufsteiger gewonnen. Es ist verrückt in dieser Liga", sagt der LTV-Trainer-Manager, der seinen Fokus nun auf die kommenden Aufgaben in Wiesbaden und Gladbeck richtet: "Wir dürfen jetzt auch nicht alles verdammen, müssen uns schütteln und wieder anfangen, zu punkten."

LTV: Vukas. Ferne; Kreckler (6/2), Novickis (4), Menzlaff (4), Hilger (4/1), Schumacher (2), Lajnef (1), Lange (1), Ranftler (1), Padeken.

(RP)