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Handball: LTV präsentiert seinem Trainer frühzeitig ein Geschenk

Handball : LTV präsentiert seinem Trainer frühzeitig ein Geschenk

Beim letzten Heimspiel von Frank Lorenzet als Coach überrollt der LTV zu Beginn Bielefeld und begnügt sich am Ende mit einem 35:25.

Diesmal gab es Glückwünsche schon vorab. Mit anerkennenden Worten, warmem Applaus, ein paar Präsenten und einigen Umarmungen wurde Frank Lorenzet von Vertretern des Vorstands und der Marketing-Gesellschaft der Handballer (Pima) sowie Kiki Born, dienstältester Spieler des Leichlinger TV, für zehn Jahre gedankt, in denen er das Traineramt mit viel Leben und einigem Erfolg gefüllt hat. Zwar war das 35:25 (20:9) gegen TSG Altenhagen-Heepen Bielefeld womöglich erst der viertletzte Sieg als LTV-Coach, bevor er sich ab Sommer mit Manager- und Geschäftsführer-Aufgaben begnügt. Aber es war der letzte in eigener Halle.

Zu Spielbeginn nahm Lorenzet in entspannter Haltung auf dem Trainerstuhl Platz. Derweil legte seine Mannschaft ihren Willen an den Tag, nicht erst auf den letzten Drücker ein Geschenk zu besorgen. In der Anfangsviertelstunde überrollte der LTV die Gäste: Während eine bissige Abwehr Bielefeld Spaß und Nerv raubte, flocht die Offensive einen hübschen Strauß aus Spielfreude, Siegeswillen und Effektivität. Der Tor-Motor von Jens Reinarz, wieder auf halblinks eingesetzt, sprang ohne jedes Stottern an. Er musste anfangs nur befürchten, dass ihm Ousse Lajnef auf außen nicht treffermäßig die Schau stiehlt. Vor allem dieses Duo sorgte dafür, dass alsbald (13:3, 15. Min.) eine besorgniserregend hohe Pleite Bielefelds in der Luft lag.

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"Die Mannschaft hat in der ersten Halbzeit eine überragende Leistung abgeliefert. Sie hat den Gegner frühzeitig in die Schranken gewiesen", sagte Lorenzet. Mit zunehmender Dauer nahmen zwar die Situationen zu, in denen seine Entspanntheit etwas abnahm und er das Geschehen im Stehen oder neben seinem Sitz hockend verfolgte. Aber, meinte der Trainer verständnisvoll, "bei zehn Toren Vorsprung ist klar, dass sich keiner mehr das Herz rausreißt".

Dass es am Ende kein völlig deprimierender Abend für Bielefeld werden sollte, lag daran, dass sich die Gäste nie aufgaben und dass der LTV-Coach frühzeitig begann, munter ein-, aus- und durchzuwechseln. Daher sah Lorenzet in seinem Resumee keinen Grund, Wasser ins nach Spielende angekündigte Freibier zu gießen: "Das Team hat es sauber und diszipliniert zu Ende gespielt. Das war absolut in Ordnung so."

LTV Knopp, Becker (ab 55.) — Reinarz (9/2), Janssen (6), Lajnef (6), Aschenbroich (6), Kreckler (2), Menzlaff (2), Giela (2), Jansen (1), Born (1), Munkel, Pallach, Loschinski.

(RP)