Handball: LTV hofft auf eine höllische Vorstellung

Handball : LTV hofft auf eine höllische Vorstellung

Die Handballer des Leichlinger TV empfangen heute den TSV Bayer Dormagen im Smidt-Forum.

Vor vier Tagen war Schluss mit lustig. Zumindest mit dem karnevalistischen Spaß. Nach viertägiger Pause war an Rosenmontag bei den Handballern des Leichlinger TV wieder ein Training angesetzt. Schließlich steht heute für die Mannschaft von Spielertrainer Maik Pallach mal wieder eine Partie mit erhöhtem Stellenwert an. Der LTV als amtierender Vizemeister der Dritten Liga empfängt Meister TSV Bayer Dormagen im Smidt-Forum Am Hammer (20 Uhr).

Seit der Abschlusstabelle der vorigen Saison hat sich der sportliche Graben zwischen beiden Mannschaften allerdings deutlich vergrößert. Während Dormagen der einzigen Niederlage am ersten Spieltag (31:40 gegen Ferndorf) 17 Siege und drei Unentschieden folgen ließ, haben die Leichlinger den Anschluss an die gehobenen Ränge inzwischen endgültig verpasst. Mit Rang vier oder fünf winkt eine Platzierung unterhalb des Potenzials. "Dass Platz drei für uns in weite Ferne gerückt ist, hat uns einen Knacks gegeben", sagt Pallach. Sprich: Seit der Niederlage gegen Wilhelmshaven gibt die aktuelle Spielzeit nur noch punktuell Brisanz her: bei Spielen gegen Hagen, Ferndorf oder eben gegen Dormagen, das auch seit Rosenmontag wieder trainiert.

Es sei durchaus Vorfreude im Team auf die Partie zu spüren gewesen. "Wir haben bis auf Matthias Aschenbroich alle Mann an Bord. Wir sind heiß, und wir wollen dieses Top-Spiel genießen. Ob das reicht, um etwas zu holen, weiß ich nicht. Denn dafür muss viel stimmen", sagt Leichlingens Coach. Mitentscheidend sei vor allem das Rückzugsverhalten seines Teams. "Denn die Power, mit der Dormagen aus der Abwehr kommt, ist zweitligareif", merkt Pallach an. Wie das ist, wenn man dieser Kraft ungezügelt ihren Lauf lässt, bekam der LTV bei der denkwürdigen Hinspiel-Klatsche (28:38) zu spüren.

Wie dem Aufstiegsfavoriten beizukommen ist, zeigte vor zwei Wochen der Neusser HV. Mit großem Kampf hielt er Bayer in Schach, führte sogar mit 21:20, als ihm nach 44 Minuten Kraft und Puste ausgingen. Bis dahin ist Neuss nach Angriffen "zurückgerannt wie die Teufel", sagt Pallach und hofft auf eine ähnlich höllische Vorstellung seines LTV – über 60 Minuten.

(RP)
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