Handball : LTV grübelt noch über den Aufstieg

Die Leichlinger Drittliga-Handballer empfangen heute Abend Eintracht Hagen.

Aktuell liegen hinter den Spielern des Leichlinger TV 80 Liga-Minuten, die sie vermutlich am liebsten vergessen würden. So leidenschaftslos war der Handball in der Schlussphase gegen Gladbeck sowie eine Stunde lang gegen Düsseldorf, "dass wir in einer solchen Verfassung erst gar nicht gegen Hagen antreten brauchen", sagt Trainer-Manager Frank Lorenzet.

Allerdings steht nicht zu vermuten, dass sich der Drittligist heute Abend eine Auszeit nimmt. Um 20 Uhr steht das Duell mit der Eintracht an. Dass dann nur eine deutliche Leistungssteigerung einen aus LTV-Sicht erfolgreichen Verlauf der Partie erlaubt, "das ist auch den Spieler klar", bekräftigt der Coach. An den 31:29-Erfolg im Hinspiel denkt indes wohl kaum noch jemand, da sich das sportliche Gesicht der lange in der Abstiegsregion verhafteten Hagener im Winter deutlich verändert hat. Seit Trainer Lars Hepp und ein Spieler-Quartett vom TuS Wermelskirchen im Januar zur Eintracht übergesiedelt sind, wurden drei von sechs Spielen gewonnen. Zuletzt präsentierte sich der Tabellenneunte beim 35:27 gegen Uerdingen in sehr überzeugender Verfassung.

An das Vergangene verschwende Lorenzet ("Darum kümmern wir uns nicht") aber keinen Gedanken mehr. Schließlich sieht der LTV nun entscheidenden Wochen entgegen. Laut Lorenzet stand bis gestern noch nicht fest, ob sich die Leichlinger den Gang in Liga zwei vom Finanziellen her leisten können und wollen. Zudem "sind wir jetzt zum Siegen verdammt. Denn wenn man sieben Spieltage vor Schluss Erster ist, dann will man diesen Vorsprung natürlich verteidigen", ergänzt der Coach. Er setzt bei diesem Vorhaben heute auf einen vollständigen Kader, der sich dem Ernst der Lage bewusst ist, und auf eine voraussichtlich stimmungsvolle Kulisse im Smidt-Forum.

(RP)