Handball : LTV geht im Norden wieder leer aus

Im Drittliga-Spitzenspiel unterliegen die Handballer des Leichlinger TV in Edewecht mit 29:34 und verlieren somit den direkten Vergleich gegen den VfL.

Norddeutschland ist keine Reise wert. Zumindest nicht für den Leichlinger TV. Drei Niederlagen haben die Handballer im Verlauf dieser Saison hinnehmen müssen, alle drei setzte es im einigermaßen hohen Norden der Republik. Wilhelmshaven, Varel, Edewecht – das sind die Stationen Leichlinger Erfolglosigkeit in dieser Spielzeit.

Am Samstagabend hing dem Drittligisten ein 29:34 (10:17) in den Kleidern, als er ohne schönes Andenken die Heimstätte des VfL Edewecht verließ. "Wir hatten nie die richtige Einstellung für ein solches Spitzenspiel. Katastrophale individuelle und taktische Fehler haben sich durch die komplette Partie gezogen. Wir hatten fast durchweg Totalausfälle auf dem Feld", sagte Trainer Frank Lorenzet nach dem Duell mit dem ersten Verfolger in der Tabelle. "Edewecht war präsenter und aggressiver."

Knapp 20 Minuten hielt sein Team immerhin ergebnistechnisch mit, lag beim 8:9 noch in Schlagdistanz zu den Gastgebern. Bis zur Pause trug sich indes Vorentscheidendes zu. Gegen die bissige Abwehr Edewechts brachte der LTV nur noch zwei weitere Treffer zustande, so dass der VfL mit Rückenwind durch gut 600 Zuschauer seine Führung im Minutentakt ausbaute. Schon zur Halbzeit sei es ihm vor allem um Schadensbegrenzung gegangen, deutet Lorenzet an: "Ich habe dem Team klargemacht, dass es darum geht, den direkten Vergleich für uns zu entscheiden."

Dazu musste nach dem 31:27 im Hinspiel eine Niederlage mit vier oder weniger Treffern her. Und trotz mitunter neun Toren Rückstand kamen die Leichlinger in der Endphase noch einmal auf. Dank Umstellungen in der Abwehr bekamen sie Edewechts besten Torschützen Jörn Wolterink besser in den Griff, so dass nach viel "Kampf, Krampf, Hektik und Gewürge" (Lorenzet) David Kreckler in Minute 57 zum 28:32 und 13 Sekunden vor Ende zum 29:33 traf. Dank eines Tores in letzter Sekunde stellte der VfL den Fünf-Tore-Vorsprung aber wieder her, der ihn vor dem LTV schieben würde, sollten beide nach dem letzten Spieltag punktgleich sein.

Trotz des Rückschlags entdeckte Lorenzet ein paar Hoffnungsschimmer: "Wir haben es weiter selbst in der Hand. Zudem weiß ich, dass meine Mannschaft trotz ihrer Anfälligkeit für solche Ausrutscher sich in der nächsten Woche wieder von einer ganz anderen Seite präsentieren kann." Fünf Partien hat der LTV noch vor der Brust – am letzten Spieltag wartet im Übrigen noch ein Gastspiel im Norden: in Aurich.

LTV: Aumann, Förster (20. bis 30.) – Reinarz (9/5), Jansen (5), Kreckler (4), Aschenbroich (4), Giela (2), Born (2), Janssen (1), Menzlaff (1), Munkel (1), Lajnef, Pallach.

(RP)