Handball : LTV erwartet selbstbewusste Ostfriesen

Ein paar Nächte sind vergangen. Aber ein klein wenig hängt den Handballern des Leichlinger TV die jüngste Niederlage in Uerdingen schon noch nach. Weil sich im Nachhinein ohnehin nichts ändern lasse, habe er die Partie in Krefeld "zwangsweise verdaut", meint Trainer-Manager Frank Lorenzet zwar.

Aber von Zeit zu Zeit würden ihn die drei bislang absolvierten Null-Punkte-Spiele schon noch einholen: "Schließlich sind sie ja alle unter zumindest fragwürdigen Umständen zusammengekommen", ergänzt der Coach.

Es hängt aber nicht nur mit der Vergangenheit, sondern auch mit der Gegenwart zusammen, dass ihm nicht nach Witzen zumute ist, bevor die Ostfriesen morgen kommen. Dann geht es in der Liga weiter für seine Mannschaft gegen den OHV Aurich (Halle Am Hammer, 19.30 Uhr).

Allerdings schaut der Leichlinger Trainer derzeit nur auf eine gute gefüllte Anwesenheitsliste, wenn er unter der Woche den 38 Kindern beim LTV-Herbstcamp den Handball spielerisch näherbringt. Bei den Trainingseinheiten des Drittligisten tun sich derzeit hingegen Lücken auf. Achim Jansen plagt sich mit einer Grippe. Lorenzet: "Er fällt aus."

Bastian Munkel schlägt sich mit einer Rippenprellung herum, die seinen Einsatz unwahrscheinlich macht. Jens Buss ist nach seiner Knie-Operation vor knapp drei Wochen weiterhin noch keine Option. Weil zudem Torwart Matthias Aumann fehlt, werden Benny Knopp und Mathias Rechlin aus der zweiten Mannschaft morgen Abend in den Kader der ersten befördert.

Dennoch haben die Gastgeber die beiden Punkte gegen Aurich fest im Blick. "Wir wollen oben dran bleiben und unsere Heimbilanz wahren", sagt Lorenzet. Allerdings dürften die Norddeutschen ob ihrer Erfolge in den letzten Wochen selbstbewusst in Leichlingen aufkreuzen.

Nach 1:7 Punkten zum Start schoben sie sich zuletzt dank vier Partien ohne Niederlage (drei Siege) auf Rang zehn vor. "Die Auricher kommen mit breiter Brust und werden befreit aufspielen, weil sie ohne Erwartungen zu uns reisen", prophezeit Lorenzet.

(RP)