Handball: LTV: Droht eine Hängepartie?

Handball: LTV: Droht eine Hängepartie?

Noch elf Spiele und gut zwei Monate umfasst die aktuelle Saison. Beim Blick über den Sommer hinaus schielen die Handballer des Leichlinger TV derzeit mit einem Auge auf die Durchführungsbestimmungen der Handball-Liga.

Vor allem Punkt 22, der Auf- und Abstiege regelt, erregt dieser Tage (und wie im vergangenen Jahr schon) die Aufmerksamkeit von Trainer-Manager Frank Lorenzet. Die Frage dabei lautet: Wird sich durch die Rückzüge des finanziell angeschlagenen HSV Hannover und des Ahlener SG (fusioniert mit ASV Hamm) aus der Zweitliga-Nordstaffel auch die Zahl der Absteiger im Süden reduzieren? Lorenzet hofft dies, zumal dem LTV damit der vorletzte Platz genügen könnte, um die Klasse zu halten.

Droht also wieder eine Hängepartie wie im Sommer 2009, als die Leichlinger erst zwei Wochen nach Saisonende von ihrem Bleiberecht in der Liga erfuhren? "Nein", sagt Lorenzet und fügt an: "Wenn wir genug Punkte holen, müssen wir darauf nicht schauen." Ein Sieg morgen würde dem Plan gehörig Auftrieb verleihen, geht es um 18 Uhr (Busabfahrt: 10.30 Uhr am Stadtpark) doch gegen den HSC 2000 Coburg, den der LTV vor einer Woche mit seinem Sieg gegen Neuhausen ans Tabellenende bugsiert hat. "Wenn wir das Spiel gewinnen, werden wir nicht Letzter in dieser Saison", prophezeit der Coach.

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Allerdings habe er so seine Bedenken, dass der Erfolg der letzten Wochen für die Leichlinger anhält. In diesem Jahr sei sein Team noch nicht auf einen Gegner getroffen, der "sich das Herz rausreißt", mit "dem Rücken zur Wand steht", für den "es um alles geht". Dies, meint Lorenzet, treffe auf die mit einigen international erfahrenen Akteuren und einem stattlichen Etat gesegneten Coburger zu. Unterm Strich: Der LTV werde auf eine "mega-mäßige Gegenwehr" stoßen. Dieser versucht voraussichtlich der komplette Kader Stand zu halten, nur hinter Bruno Scherers (womöglich beruflich verhindert) Teilnahme an der Fahrt nach Bayern stehe ein Fragezeichen.

Derweil gebe es wenig Neues hinsichtlich der Kaderzusammenstellung für kommende Spielzeit. Zwar bestätigte OSC Rheinhausen inzwischen die Verpflichtung von LTV-Torhüter Matthias Reckzeh. Die Entscheidung über seine eigene sportliche Zukunft hänge aber "weiter in der Warteschleife", sagte Lorenzet, der zudem empört die Information zurückweist, dass Anthony Pistolesi den Verein verlassen wird: "Das ist totaler Quatsch."

(RP)