Handball LTV besitzt die Lizenz zum Titel

Drei Siege, drei Unentschieden, eine Niederlage. Es gibt schlechtere Bilanzen als diese. Trotzdem hat sich der OSC Rheinhausen in den Köpfen der Handballer des Leichlinger TV als Angstgegner festgesetzt.

Am Sonntag machten die Duisburger durch ein Unentschieden gegen den Tabellenzweiten Soester TV einen deutlichen Satz nach oben in der Gunst des LTV. "Ich hatte damit geliebäugelt, aber nur wenig Hoffnung", erzählte ein entspannter Trainer Frank Lorenzet gestern.

Durch das Reinhausener Remis bekam das Wochenende, das mit Ärger in Uerdingen begann, einen versöhnlichen Ausklang. Nun kann sich der LTV auf dem Weg zum Titel nur noch selbst ein Bein stellen. Denn am Samstag geht es zum Tabellenletzten Augustdorf/Hövelhof. Die Mitnahme von zwei Punkten würde mit der Meisterschaft belohnt.

22 von 28 Partien hat Augusdorf verloren. "Wenn wir dort nicht gewinnen, haben wir den Titel nicht verdient", sagt Lorenzet. Um auf Nummer sicher zu gehen, sollte sich sein Team gegenüber dem Remis in Uerdingen noch ein einziges Mal steigern. Denn die Vorstellung in Krefeld trug phasenweise erschreckende Züge. Spielerisch lief nichts zusammen, über die beiden Außen Shahrokh Rezaloo und Stefan Bauerkamp noch weniger.

Aber statt Probleme der Vergangenheit zu wälzen, widmen sich die Leichlinger schon den Schwierigkeiten von morgen. Noch immer wird an einem tragfähigen Finanzkonzept für den Aufstieg gefeilt. Nach einem Telefonat mit Vertretern des Deutschen Handballbundes vermeldete Lorenzet gestern den aktuellen Stand. Demnach werden die Leichlinger wohl die Lizenz für die zweite Liga beantragen. "Das muss bis Freitag geschehen", sagt Lorenzet. Im Anschluss bliebe dem LTV Zeit bis 1. Juni, um weitere Gelder aufzutreiben. "Uns fehlt noch rund ein Drittel des Etats", bemerkt Lorenzet, der auf Unterstützung aus der heimischen Wirtschaft hofft: "Jeder Euro hilft uns."

(RP)
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