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Handball: LTV: Aumann schließt das Tor zum Sieg auf

Handball : LTV: Aumann schließt das Tor zum Sieg auf

Beim 38:33 des Leichlinger TV über den TSV Bayer Dormagen tritt der Ersatztorwart für 20 Minuten aus dem Schatten von Stefan Nippes.

Einer der Hauptakteure verschwand rasch und milde lächelnd nach Spielschluss in der Kabine. Matthias Aumann überließ nach dem 38:33 (17:15) seines Leichlinger TV über den TSV Bayer Dormagen anderen das Reden. Das übernahm zum Beispiel Jens Buss: "Er war der Schlüssel des Erfolgs", lobte der Co-Trainer des LTV seinen Torwart. Der hatte erst 20 Minuten vor Ende den Posten zwischen den Pfosten bezogen, nachdem ein leicht entnervter Stefan Nippes Platz gemacht hatte.

Handball: LTV: Aumann schließt das Tor zum Sieg auf
Foto: Matzerath, Ralph

Und Aumann führte sich prächtig ein, entschärfte eine Großchance Dormagens mit dem Fuß und ließ kurz darauf zwei weitere Paraden folgen. Es sollten entscheidende Aktionen sein. Denn so verschaffte er den Vorderleuten Luft, um aus zwei Toren Vorsprung eine Fünf-Tore-Führung zu machen. "Das war überragend", meinte Mitspieler Jens Reinarz in Richtung Aumann, nachdem der 31-jährige Lehrer für 20 Minuten aus dem Schatten von Nippes ins Rampenlicht getreten war und das Tor zum Sieg aufgeschlossen hatte. Als Ersatzmann für einen der besten Torhüter der Dritten Liga "ist es bestimmt nicht immer ganz einfach für ihn", sagte Reinarz. "Aber heute hat Aui gezeigt, dass wir uns zu 100 Prozent auf ihn verlassen können."

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Am Freitag traf dieses Prädikat aber auf alle Leichlinger zu. Ihr Duell mit dem ehemaligen Bundesligisten entwickelte sich umgehend zu einer kurzweiligen Angelegenheit für die Zuschauer im voll besetzten Smidt-Forum. Das Geschehen auf dem Feld passte zur – auch dank des Dormagener Anhangs – stimmungsvollen Kulisse. Vom Start weg standen beide Teams mit zwei Füßen auf dem Gaspedal. Und es war der LTV, der sich dank höherer Treffer- und geringerer Fehlerquote sowie eines 7:0-Laufs (von 8:8 auf 15:8) in den ersten 20 Minuten nach vorne schob.

Im Gegensatz zur Pleite in Wilhelmshaven eine Woche zuvor "haben wir dem Gegner diesmal den Schneid abgekauft", sagte Buss. Vieles lösten seine Spieler dabei mit Köpfchen, entscheidend war indes ihre große körperliche Präsenz. Allerdings hielt die ganz große Herrlichkeit aus LTV-Sicht nicht allzu lange an, bis zur Pause war der TSV wieder im Windschatten. "Da hat sich ein bisschen Unsicherheit in unser Spiel eingeschlichen", schilderte Reinarz. Aber sein Team schüttelte diese Phase nach der Pause schnell wieder ab. Eine souveräne Vorstellung und Matchwinner Aumann sicherten die Rückkehr auf Rang zwei in der Tabelle.

(RP)