Handball : LTV: 56 gerecht verteilte Tore

Die Freude war groß: Der eine Punkt, den sie sich soeben gesichert hatten, löste bei den Hagenern Glücksgefühle aus, obwohl sie ganz am Ende dichter dran waren am Sieg. Den großen, zwei Zähler bringenden Coup verpassten sie erst mit einem vergebenen Freiwurf nach der regulären Spielzeit. Somit bescherten sie dem Abend aber sportlich den Abschluss, der der Gerechtigkeit Genüge tat. Denn beide Teams, der Leichlinger TV und die Eintracht aus Hagen, hatten sich zuvor derart quergelegt für einen Erfolg, dass ein Verlierer fehl am Platze gewesen wäre in der Halle Am Hammer.

"Ich muss den Hagenern ein Kompliment machen: Sie haben hervorragend gekämpft und sich den Punkt verdient", resümierte LTV-Trainer Frank Lorenzet nachdem beim 28:28 (14:13) alle 56 Tore gerecht verteilt worden waren. Ein wenig wurde dennoch gehadert: mit dem Ergebnis, weil es die Leichlinger zehn Minuten vor dem Ende (Spielstand: 25:23) verpasst hatten, auf drei Tore davonzuziehen (Lorenzet: "Da hätten wird den Sack zumachen können"). Der andere Grund für Unzufriedenheit war die mitunter zerstreute Vorstellung des LTV, der es erneut nicht vermochte, an seine spielerisch starken und vor allem konzentriert-fehlerfreien Auftritte anzuknüpfen. Die Fehlwürfe und Indisponiertheiten der Leichlinger Handballer nagten mitunter deutlich sichtbar an der Lebenserwartung ihres Coachs an der Seitenlinie.

Der Hauptgrund, warum der LTV nicht leer ausging, trug die Rückennummer 11: Schon früh war klar, wen es bei den Gastgebern in Schussposition zu bringen galt: Tim Menzlaff. Trotz einiger Fehlversuche kam er auf 13 recht gleichmäßig auf beide Hälften verteilte Treffer. "Irgendwann merkt man halt, dass es läuft", schilderte der 24-Jährige seine Eindrücke während der Partie. Zwar wurden die beiden Hagener Torhüter auf der Bank immer wieder auf den schussgewaltigen Rückraum-Akteur eingestellt – es half aber genauso wenig wie die zeitweise Manndeckung des 2,01-Meter-Manns.

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"Ich glaube, die war ganz in Ordnung", meinte Menzlaff zur eigenen Leistung leicht verschmitzt, um – mit ernsterer Miene – doch noch einen kleinen Makel anzufügen: "In der Abwehr kann ich aber noch zulegen."

LTV: Aumann, Ross (ab. 15. Min.) – Menzlaff (13), Jansen (7/5), Aschenbroich (4), Born (1), Lajnef (1), Hantusch (1), Pallach(1), Buss.

(RP)