Leichlinger TV: Valdas Novickis´ Achillessehnenriss verschärft die Personalnot

Handball-Drittligist schließt Transfers nicht aus : Novickis’ Achillessehnenriss verschärft Personalnot des LTV

Die schwere Verletzung des Spielmachers stellt Trainer Lars Hepp und Manager Niklas Frielingsdorf vor ein Problem. Gut möglich, dass der Leichlinger TV personell nachlegen muss.

Die Leichlinger Handballer hatten eine Hiobsbotschaft erwartet. Als sie am Sonntagmorgen aber zur Gewissheit wurde, saß der Schock noch tiefer als gedacht: Spielmacher Valdas Novickis, seit Jahren die Kreativzentrale des Drittligisten, fällt für den Rest der Saison aus. Der ehemalige litauische Nationalspieler zog sich beim erfolgreichen Jahresauftakt bei der SG Langenfeld (32:26) einen Riss der Achillessehne zu. Eine Operation ist unumgänglich.

„Es tut mir für Valdas unglaublich leid“, sagte Manager Niklas Frielingsdorf, der am Montagvormittag nicht ausschloss, dass der LTV auf dem Transfermarkt noch einmal aktiv werde. Am heutigen Dienstag will er sich mit Trainer Lars Hepp diesbezüglich zusammensetzen und beraten. „Wir müssen sehen, welche Möglichkeiten es gibt – personell wie finanziell“, sagte Frielingsdorf.

Neben Novickis hat der LTV auf der Spielmacherposition seit dem Jahreswechsel durch Christoph Gelbke eine weitere Option. Auf den Winterzugang dürfte nun zweifellos viel Verantwortung zukommen. Der 30-Jährige, der das vergangene halbe Jahr aus privaten Gründen keinen Handball spielte, machte in seinem ersten Spiel im Pirates-Trikot einen sehr guten Eindruck. Er ordnete das Spiel der Gäste, agierte in der Mitte als sei er schon seit Monaten Teil des Teams. „Naja“, sagte er im Anschluss mächtig angeschlagen, „ich mache das ja auch schon ein paar Jahre und kenne die Jungs ganz gut.“ Das stimmt zwar, bedeutete aber nicht automatisch, dass sich der Rechtshänder mit fünf Toren und vielen cleveren Zuspielen so gut in die Mannschaft einfügen würde, wie am Samstag geschehen.

Nach Novickis‘ Ausfall sind Gelbkes Qualitäten und dessen offenbar kurze Eingewöhnungszeit ein Glücksfall für den LTV – zumal dieser ohnehin mit personellen Problemen kämpft. Der Tabellendritte war beim Aufsteiger nur mit lediglich neun Feldspielern angetreten. Rechtsaußen Mike Schulz und Henning Padeken fehlten erkrankt, Kris Zulauf fällt vorerst mit einem Muskfelfaserriss aus. Von den Langzeitverletzten Bastian Munkel (Schambein) und Tim Menzlaff (Hüfte) ganz zu schweigen.

Natürlich hofft die Mannschaft auf eine Besserung der Personalsituation. Zumindest bei Schulz und Padeken stehen die Chancen gut, dass sie beim ersten Heimspiel des Jahres gegen den TSV GWD Minden II am Samstag (18 Uhr, Ostermann-Forum) wieder dabei sind.

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