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Leichlinger TV und TuS 82 Opladen verzichten auf Aufstiegsrunde

Handball, 3. Liga : LTV und TuS 82 verzichten auf Aufstiegsrunde

Die Drittliga-Handballer aus Leichlingen und Opladen wollen sich auf die Vorbereitung für die Saison 2021/22 fokussieren. Eine Teilnahme an der vom DHB angebotenen Aufstiegs- oder zusätzlichen Spielrunde lehnen die Klubs ab.

Die bereits seit vergangenem November unterbrochene Drittliga-Saison wird nicht fortgesetzt – und auch an der Aufstiegsrunde sowie der vom Deutschen Handballbund (DHB) angebotenen zusätzlichen Spielrunde werden sich der Leichlinger TV und der TuS 82 Opladen nicht beteiligen. „Wir haben seit dem 15. Januar kein Hallentraining. Es gibt bei einigen Spielern auch Bedenken aufgrund der gesundheitlichen Situation“, sagt Leichlingens Sportlicher Leiter Elmar Müller.

Vergangene Woche beriet sich das Team über eine mögliche Teilnahme, sagte aber ab. Der LTV wurde im vergangenen Jahr von einer Corona-Welle getroffen, teilweise kämpften die Sportler danach wochenlang mit den Nachwirkungen. Verständliche Vorsicht also. Bei der Aufstiegsrunde dabei sind aus der LTV-Staffel die HSG Krefeld, die HSG Hanau sowie der TuS 04 Dansenberg. Insgesamt wollen 14 Drittligisten um den Aufstieg kämpfen.

Doch auch, dass weiterhin keine Zuschauer zugelassen sein würden, schreckte die LTV-Verantwortlichen ab. „Die Frage war: Welchen Nutzen kann man daraus ziehen?“, fragt Müller und liefert die logische Antwort gleich mit: „Für uns entstehen Mehrkosten, wir werden keine Zuschauer in der Halle haben. Mir fällt kein sinnvoller Grund ein.“ Das Spielkonzept sehe zwar eine regelmäßige Testung vor, allerdings koste eine Testreihe für die gesamte Mannschaft allein 200 Euro. Hochgerechnet komme man so schnell auf mehr als 3000 Euro pro Monat.

Die Mannschaft absolvierte in der Saison lediglich ein Spiel in der Mitte-Staffel gegen die HSG Bieberau/Modau und gewann. Nun wolle man sich lieber sinnvoll auf die nächste Spielzeit vorbereiten. „Damit sind wir besser unterwegs. Wir haben den Jungs gegenüber auch eine Verantwortung. Wenn Teile der Mannschaft Bedenken haben, dann muss man das respektieren“, betont Müller.

Auch Leichlingens Lokalkonkurrent TuS 82 Opladen wird voraussichtlich an keiner der beiden geplanten Spielrunden teilnehmen. „Selbst wenn bald die Lockerungen kommen, wären wir seit dem 20. Oktober nicht mehr in der Halle gewesen. Das sind fast fünf Monate ohne handballerische Bewegungsabläufe“, erläutert Markus Sonnenberg, Außenspieler und Sportlicher Leiter beim Drittligisten. „In anderen Bundesländern haben Mannschaften trainiert, wir müssen das Team fast komplett neu aufbauen.“

Gleichzeitig will Sonnenberg nicht ausschließen, dass die TuS-Handballer vor den Sommerferien noch Partien bestreiten. „Testspiele können wir ja absolvieren – unabhängig von einer organisierten Runde, die auch ein Kostenfaktor wäre“, sagt er. Über die Entscheidung des DHB ist man in Opladen froh. „Dass auf Absteiger verzichtet wird, gibt uns Planungssicherheit. Und die, die unbedingt noch spielen wollen, bekommen die Möglichkeit“, sieht Sonnenberg eine gute Lösung.

Grundsätzlich ist die Motivation beim TuS hoch, endlich wieder in die Halle zu gehen und ein Ziel vor Augen zu haben. „Wir freuen uns, in der nächsten Saison dann hoffentlich auf unser erstes richtiges Jahr in der 3. Liga“, sagt der Sportliche Leiter. „Und wir sind froh, dass die Jungs alle weitermachen. Nach so einer langen Pause ist das gar nicht so selbstverständlich.“