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Leichlinger TV trifft auf die Bergischen Panther - und Frank Lorenzet

Handball, 3. Liga : Brisantes Duell wartet auf den LTV

An diesem Samstag gibt es für die Drittliga-Handballer des Leichlinger TV ein Wiedersehen mit dem ehemaligen Coach und -Manager Frank Lorenzet.

Beim anstehenden Drittliga-Heimspiel des Leichlinger TV am Samstag gegen die Bergischen Panther (19 Uhr) gibt es ein besonderes Wiedersehen nach langer Zeit. Zum ersten Mal trifft Panther-Manager Frank Lorenzet nach mehr als drei Jahren auf seinen Ex-Klub, bei dem er 15 Jahre lang die Geschicke als Trainer, sportlicher Leiter und organisatorische Allzweckwaffe lenkte. Anfang August 2018 hatte sich die damalige Spielbetriebs-GmbH (Pima) überraschend vom LTV-Urgestein getrennt, nachdem Lorenzet das Team erst 2016 zur Westdeutschen Meisterschaft und Platz eins in der West-Staffel der 3. Liga geführt hatte – erfolgreiche Zeiten, die längst vergangen sind.

Nach der Ära Lorenzet beendete auch der einstige Förderer Gerd Cremer sein Engagement bei den Handballern. Die Pima ging insolvent, mit neuer Struktur und neuem Personal wird seitdem versucht, den Abstieg zu vermeiden. Erst im Mai vergangenen Jahres kehrte Lorenzet in den Handball in der Region zurück und arbeitet seitdem mit am Erfolg der Panther. Ein Wiedersehen mit seinem Ex-Verein und dessen Trainer Lars Hepp fiel auch wegen der Corona-Pandemie bis jetzt flach.

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Die Vorzeichen könnten gegensätzlicher nicht sein: Die Panther rangieren bislang mit acht Punkten auf Platz fünf in der Gruppe D der 3. Liga, Leichlingen kämpft mit sechs Punkten auf Platz neun gegen den gefürchteten Abstieg. Mit seinem neuen Klub könnte Lorenzet dem alten also einen weiteren Stoß in den Tabellenkeller mitgeben, sportliche Verantwortung trägt er allerdings nur noch indirekt. Verantwortlich an der Seitenlinie ist nach wie vor Trainer Marcel Mutz, der Hepp am Samstag gegenüberstehen wird.

Dessen Team kämpft nach wie vor mit Personalsorgen und dem Trainingsbetrieb. Nach den Überflutungen im Sommer zieht das LTV-Team weiterhin nomadenhaft von Trainingshalle zu Trainingshalle und ist ohne feste sportliche Heimat, weil die angestammte Halle am Hammer noch monatelang saniert werden dürfte. Das nominelle Heimspiel am Samstag könnte zur Panther-Party geraten, denn die Sporthalle am Schulberg in Burscheid gehört normalerweise zu den Heimspielstätten der Spielgemeinschaft aus dem Bergischen. Der LTV ist auch hier nur übergangsweise zu Gast. Offen ist, wer für Leichlingen spielen kann: Zuletzt waren mehrere Leistungsträger angeschlagen.

Wie so oft sehen sich die Leichlinger im Vorfeld deswegen chancenlos. Dass es zuletzt in Krefeld eine Schlappe mit 20 Toren unterschied setzte, dürfte außerdem nachhaltig am Selbstvertrauen nagen. Allerdings: Wer nichts zu verlieren hat, kann eigentlich nur gewinnen.