Leichlinger TV muss fast die Hälfte seiner Saisontore ersetzen

Kaderplanung : Leichlinger TV muss fast die Hälfte seiner Saisontore ersetzen

In David Kreckler, Mike Schulz und Maik Schneider verlassen die erfolgreichsten Schützen nach der Saison den Verein. Im Hintergrund wird bereits am künftigen Kader gestrickt.

Wenn die Drittliga-Handballer des Leichlinger TV am Samstagabend (18 Uhr, Ostermann-Forum) das vorletzte Heimspiel gegen den Tabellenzweiten SG Schalksmühle-Halver überstanden haben, ist für zahlreiche Leistungsträger der Abschied wieder ein Stück näher gerückt. Spätestens nach dem letzten Saisonspiel Anfang Mai wird der durch Lars Hepp und Niklas Frielingsdorf angestoßene Umbruch dann endgültig sichtbar. „Wir sind mit den Planungen sehr weit, also voll im Soll“, sagt Manager Frielingsdorf. Mitteilen möchte er weite Teile der neuen Mannschaft von Trainer Hepp aber (noch) nicht.

Zur Übersicht: Nach den bisherigen Bekanntgaben des Vereins würden lediglich fünf von 18 Spielern aus dem aktuellen Kader bleiben, weitere wie Christoph Gelbke könnten hinzukommen und bleiben. Verlassen werden die Pirates definitiv neun Spieler, unter anderem Toptorschütze David Kreckler, Rechtsaußen Mike Schulz und Rückraumspieler Maik Schneider – jeweils Linkshänder, die das Spiel des LTV in dieser Saison trotz der jüngsten Negativserie mit vier Niederlagen in Folge prägten. Das Trio besteht aus den drei torgefährlichsten Akteuren, zusammen erzielten sie 345 Treffer – das sind beeindruckende 43 Prozent aller Tore der Hepp-Truppe.

Ausreichender Ersatz ist für die drei genannten Top-Spieler im bisher bekannten Kader für die Spielzeit 19/20 nicht vorhanden. Lediglich Dennis Aust, der einen Vertrag bis zum Ende der kommenden Saison besitzt, steht als Linkshänder nach bisherigen LTV-Angaben auch im nächsten Jahr zur Verfügung. Frielingsdorf sagt zum Ex-Düsseldorfer: „Wenn nichts Unvorhergesehenes passiert, wird er in Leichlingen bleiben.“ Nach Informationen unserer Redaktion könnte jedoch „Unvorhergesehenes“ eintreten, eine einvernehmliche Vertragsauflösung ist ein durchaus realistisches Szenario. Mit Linkshänder Nummer fünf, Tim Zulauf, befinden sich die Verantwortlichen in Gesprächen. Es müsste daher in jedem Fall Ersatz für mehrere scheidende Spieler auf den schwer zu besetzenden Linkshänder-Positionen her.

Frielingsdorf versichert, der Verein habe bereits neue Linkshänder „fix“, die Namen wolle er aber noch nicht öffentlich machen. „Wir haben uns dazu entschieden, die restlichen Zugänge erst später, vielleicht auch erst nach der Saison zu verkünden“, sagt er. Die Zahl der neuen Spieler wollte der Manager ebenfalls nicht kommentieren. Nur so viel: „Die Spieler, die wir fix haben, haben bereits unterschrieben.“

Neben den noch fehlenden Linkshändern steht zudem ein Torhüter als zweiter Mann neben David Ferne auf der Leichlinger Personalliste. Der bisherige Keeper Mathis Stecken folgt nach zwei Jahren beim früheren Westdeutschen Meister dem Ruf von Ex-Trainer-Manager Frank Lorenzet, der den Oberligisten LTV Wuppertal sportlich berät. Torschützenkönig Kreckler wird im Bergischen Land in der kommenden Saison als Spielertrainer arbeiten.

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