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Leichlinger TV: Hinter den Kulissen tut sich was beim LTV

Hygienekonzept steht : Hinter den Kulissen tut sich was beim Leichlinger TV

Die Drittliga-Handballer aus Leichlingen arbeiten auf allen Ebenen für den Saisonstart am 3. Oktober. Ein Corona-Konzept für 80 Zuschauer steht, die Infrastruktur rund um das Team wächst.

Elmar Müller arbeitet lieber leise im Hintergrund. Nicht jeden Arbeitsschritt will der 55 Jahre alte Manager des Handball-Drittligisten Leichlinger TV an die große Glocke hängen. Dabei gibt es durchaus Fortschritte: Der neu formierte LTV stellte nicht nur das Trikot für die anstehende Saison vor und brachte eine komplett überholte Homepage an den Start, sondern ließ sich auch ein Hygienekonzept für das erste Heimspiel vom Gesundheitsamt absegnen.

„Mit dem Konzept dürften 80 Zuschauer in die Halle“, sagt Müller. Er möchte nach den Beschlüssen für mehr Fans in den Sporthallen aber nachjustieren. In der engen Halle am Hammer wären dann möglicherweise bis zu 100 Handball-Begeisterte zugelassen. Damit alles reibungslos funktioniert, müssen die Zuschauer künftig die Halle durch einen Hintereingang betreten und durch das Foyer wieder verlassen. Die Mannschaft sitzt auf der gegenüberliegenden Seite der Tribüne und hält Abstand. Am Catering feilen Müller und seine Mitstreiter noch, es steht aber fest: „Es wird etwas zu essen und zu trinken geben.“

Auch das Team von Trainer Lars Hepp bereitet sich auf das erste Spiel seit dem Wiederaufbau der 1. Mannschaft vor. Den dringend benötigten Akteur für den rechten Rückraum noch zu finden, dürfte allerdings schwierig sein. Dafür kehrt Allrounder Sebastian Linnemannstöns bald ins Training zurück. Der 27-Jährige erlitt im Oktober 2019 einen Kreuzbandriss und stand dem LTV seitdem nicht zur Verfügung. Nun hoffen die Verantwortlichen, dass er mittelfristig wieder eine Rolle spielen kann. Dafür fehlte Regisseur Christoph Gelbke zuletzt im Training, kann nun aber wieder teilnehmen.

„Natürlich gibt es immer noch etwas Luft nach oben“, sagt Müller. „Wir sind aber optimistisch.“ Dass es in erster Linie um den Klassenerhalt in der 3. Liga gehen dürfte, sei allen Beteiligten klar. Dass man aber quasi aus dem Nichts einen Kader zusammengebracht habe, der jetzt bereits so weit sei, überraschte die Spieler. Müller sieht das Team bereits auf einem passablen Niveau. Dass Zugänge wie Linksaußen Dorian Wöstmann (HSG Krefeld) oder Rückraumspieler Kaan Taymaz (TuS Opladen) aber noch Zeit benötigten, sei ebenso verständlich.

Da dürfte es hilfreich sein, dass auch die Infrastruktur rund ums Team weiter wächst. So sollen zukünftig alle Auswärtsfahren gemeinsam per Bus erfolgen – und nicht mehr wie gelegentlich im privaten Pkw. Durch die neue Einteilung der 3. Ligen stehen dem LTV nun deutlich mehr weite Anreisen nach Süddeutschland bevor. Zunächst darf der LTV am 3. Oktober (18.30 Uhr) aber zu Hause starten. Am Feiertag kommt die HSG Bieberau-Modau in die Blütenstadt.