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Leichlinger TV hat in Erima einen neuen Ausrüster gefunden

Drittliga-Handballer : Der Leichlinger TV hat weite Wege vor sich

Die Drittliga-Handballer des Leichlinger TV nehmen die Einteilung in die Staffel Mitte sportlich – trotz der über 7000 Kilometer, die in der Saison zurückzulegen sind. Zudem hat das Team von Trainer Lars Hepp einen neuen Ausrüster.

Die neuen Gegner kommen aus Bayern, Rheinland-Pfalz oder Saarbrücken und heißen TV Kirchzell, TuS Dansenberg oder HG Saarlouis. Diese Staffeleinteilung hatten auch die Drittliga-Handballer des Leichlinger TV nicht vorhergesehen. Schlimm findet sie Elmar Müller aber nicht – im Gegenteil: „Da kommen ganz neue Dialekte in die Halle“, sagt der Sportliche Leiter. „Ich finde, die Einteilung passt ein stückweit zu unserem Neuanfang.“

Durch die Zuordnung in die Staffel Mitte fallen viele Duelle gegen alte Bekannte weg. Auf Derbys gegen Aufsteiger TuS Opladen, den Longericher SC oder die Bergischen Panther sowie das Wiedersehen mit Zweitliga-Absteiger HSG Krefeld muss der LTV aber dennoch nicht verzichten. Als „bunte Mischung“ beschreibt Müller die neue Liga des LTV. Für diese bleibt das Ziel nach der Insolvenz der früheren Spielbetriebs-GmbH (Pima) freilich identisch: Steht am Saisonende der Klassenerhalt, darf an der Wupper gefeiert werden. Die vielen Unbekannten könnten dabei vielleicht sogar von Vorteil sein.

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Bis dahin ist es aber noch weit – und die LTV-Verantwortlichen müssen noch einige Steine aus dem Weg räumen. Die Drittliga-Saison soll wie die der Profis Anfang Oktober starten. Gewünscht ist, „dass die Spiele mit Publikum stattfinden können“, teilte der Deutsche Handballbund (DHB) mit. Voraussetzung dafür sind eine entsprechend milde Entwicklung der Corona-Pandemie sowie ein vorliegendes Hygienekonzept. Dieses bereitet der LTV bereits seit einiger Zeit vor.

Unabhängig von der Zuschauerfrage muss sich der LTV auf längere Fahrten einstellen. Statt wie in der Vergangenheit in Richtung Norden, geht es nun viel häufiger gen Süden. 7000 Kilometer, so die ersten groben Rechnungen, kommen auf den LTV zu. Das könnte zu einer Herausforderung bei der Terminierung der Heimspiele führen. Der LTV will wie auch in der Vergangenheit seine Partien in der Halle am Hammer freitags austragen, was jedoch ausreichend Zeit für die Anfahrt des Gästeteams voraussetzt.

Finale Gespräche mit den anderen Klubs können diesbezüglich noch nicht geführt werden. Ein Spielplan existiert noch nicht, lediglich der Rahmen steht. Dieser sieht aufgrund des nach hinten verlegten Saisonstarts auch zwei Doppelspieltage vor: An zwei Wochenenden folgt auf ein Spiel am Freitag dann ein weiteres am Sonntag. Das ist sportlich nicht ideal, aber organisatorisch unausweichlich. Es muss schließlich wieder losgehen.

„Wenn wir die kommende Saison nicht spielen, wird es für viele Vereine ein Riesenproblem“, warnt Müller. Dem LTV komme dabei zugute, dass er, wie Müller sagt, „sehr schwäbisch“ kalkuliert habe. Die Finanzierung der kommenden Saison ist nach großzügigen Anschubfinanzierungen verschiedener Gönner weitestgehend gesichert.

Auch im Sponsoring, das langfristig die Finanzierung sichern soll, gibt es positive Nachrichten. Der größte Erfolg ist der kürzlich geschlossene ligaunabhängige Ausrüstervertrag mit dem Sportartikel-Hersteller Erima über drei Jahre. „Das zeugt von großem Vertrauen in die handelnden Personen“, betont Müller, der die Sponsoring-Fortschritte insgesamt als „sensationell“ bezeichnet.