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Leichlinger TV hält sein Team trotz Krise zusammen

Handball, 3. Liga : Leichlinger TV hält sein Team trotz Krise zusammen

Die Dritte Handball-Liga pausiert mindestens bis Ende Februar. Trotz der Ungewissheit, ob, wann und wie die Saison fortgesetzt wird, stellt der Leichlinger TV schon jetzt die Weichen für die Zukunft.

Ernsthaft wundern dürfte diese Entscheidung niemanden. Seit Montag ist klar: Der Spielbetrieb in der 3. Handball-Liga wird bis mindestens Ende Februar ausgesetzt. Daher heißt es für den Leichlinger TV und den TuS Opladen: abwarten. Die Blütenstädter versuchen, die Zeit sinnvoll zu nutzen. Während noch niemand weiß, wie und ob die laufende Saison fortgesetzt wird, stellen sich die LTV-Verantwortlichen für die nächste Spielzeit auf – gleichwohl auch deren Austragung noch nicht garantiert ist.

„Die Mannschaft bleibt nahezu zusammen“, sagt Leichlingens Sportlicher Leiter Elmar Müller. Alle Spieler hätten eine mündliche Zusage gegeben, nur Malte Nolting habe diese im Anschluss zurückgezogen. Wohin es den Kreisläufer zieht, der beim bisher einzigen Leichlinger Saisonspiel bei der HSG Bieberau-Modau vor Monaten mit der Schlusssekunde den Siegtreffer erzielte, ist unklar.

„Das ist enttäuschend“, sagte Müller mit Blick auf den beschworenen Zusammenhalt bei den Leichlingern. Obwohl der Ball in der 3. Liga seit Wochen ruhe, bezahle der LTV die Bezüge seiner Spieler weiter. „Wir wollen unser Wort halten und die Spieler nicht enttäuschen“, sagt Müller und ergänzt mit Blick auf Noltings Abgang: „Jeder konnte sich auf uns verlassen, das trifft mich deshalb auch menschlich.“

Trainiert wird in Leichlingen derzeit nicht, zuletzt kam das Team kurz vor Weihnachten unter Corona-Bedingungen zusammen. Gearbeitet wird viel mehr am Computer. Am Dienstagabend stand die nächste Konferenz der Drittliga-Klubs mit dem Deutschen Handballbund auf dem Plan. Die Klubs erhofften sich die Vorstellung eines Konzepts für eine mögliche Fortsetzung der Saison. Wie dieses aussehen könnte, wollte Müller vorab nicht prognostizieren: „Ich finde es schwierig, weil keiner weiß, wie die Zukunft aussieht.“ Es liegt die Vermutung nahe, dass die Zukunft der 3. Liga nach dem Westfalener Vorbild geplant wird. Der dortige Handballverband, bei dem Nordwest-Staffelleiter Andreas Tiemann in führender Position tätig ist, will seine Ober-, Verbands- und Landesligen nach Möglichkeit ab dem 1. März wieder starten und die angefangene Saison durch eine Einfachrunde zu Ende spielen.