1. NRW
  2. Städte
  3. Leverkusen
  4. Sport Leverkusen und Leichlingen

Leichlinger TV gewinnt 25:24 gegen die Rhein Vikings

knapper Erfolg gegen die Rhein Vikings : LTV kann nach Heimsieg aufatmen

Der Handball-Drittligist aus Leichlingen schlägt die Rhein Vikings 25:24 und sammelt wichtige Punkte im Abstiegskampf.

Am Ende ließ sich Lars Hepp sogar zu einem kleinen Scherz hinreißen. „Bei uns gibt es auch 2020 eine Spannungsgarantie“, sagte der Trainer des Handball-Drittligisten Leichlinger TV am Samstagabend nach dem letzten Heimspiel des Jahres. Erstmals seit rund sechs Wochen hatte der LTV vor 130 Zuschauern beim 25:24 (10:13) gegen die HC Rhein Vikings aus Neuss wieder einen Sieg eingefahren.

„Bei uns braucht man in dieser Saison nicht vorzeitig aus der Halle zu gehen“, sagte Hepp, dessen Spieler auch gegen die Mannschaft um den Ex-Leichlinger Dennis Aust bis zur letzten Sekunde der Partie um die zwei Punkte fürchten mussten. Nach der Schlusssirene war es allen Leichlingern egal. Auch wenn sich weiterhin kein Spieler auf Geheiß der Gesellschafter gegenüber der Rheinischen Post äußern darf, war den Protagonisten die Erleichterung anzusehen.

Dass die LTV-Handballer in dieser Saison ihre Spiele oft erst spät entscheiden, ist nicht nur ein Gefühl. Bei elf der absolvierten 16 Spiele in der laufenden Saison betrug der Tore-Unterschied beim Endergebnis zwei oder weniger. „Das Hinspiel war mit einem gegen uns, jetzt gewinnen wir knapp. Das zeigt, wie ausgeglichen die Liga ist“, sagte Hepp dazu. Dass der LTV das Glück diesmal auf seiner Seite hatte, gibt Auftrieb im Abstiegskampf – und die Niederlagen der Konkurrenz machen den Sieg gegen den Zweitliga-Absteiger besonders wertvoll. Leichlingen ist nun Zwölfter in der Tabelle (11:21 Punkte).

„Ich bin froh, wenn ich sehe, welche Last meinen Spielern von den Schultern gefallen ist“, bekannte Hepp. Dabei hätten seine Akteure auch diesmal allerhand Möglichkeiten gehabt, das Spiel aus der Hand zu geben. Erneut landete nur einer von vier Siebenmetern im Tor und allein Außenspieler Fynn Natzke vergab innerhalb weniger Sekunden zweimal frei vor dem starken Neusser Torhüter Mathias Broy. Der lieferte sich mit seinem Leichlinger Gegenüber Linus Mathes ein Klasseduell, das der Hausherr am Ende für sich entschied. Der letzte Angriff der Vikings landete an der Latte und der Nachwurf zählte nicht mehr.

„Wir haben heute über den Kampf zum Spiel gefunden“, analysierte Hepp, dem klar sein dürfte, dass seine Mannschaft spielerisch weiterhin limitiert agiert. Doch der 41-Jährige sieht auch, was Hoffnung macht: „Lars Jagieniak hat sich toll eingebracht, obwohl seine Prognose nicht dafür sprach, zu spielen.“ Der Kreisläufer lief mit einem dick bandagierten rechten Knie auf. Auch Linksaußen Timo Blum beweist inzwischen regelmäßig seinen gestiegenen Stellenwert.

Da fiel es gar nicht weiter auf, dass der ansonsten stets herausstechende Maik Schneider im rechten Rückraum von den Gästen gekonnt aus dem Spiel genommen wurde. „Ich hätte mir ein klareres Ergebnis gewünscht“, sagte Hepp – wohlwissend, dass seine Mannschaft dazu aktuell noch nicht ohne Weiteres in der Lage ist. Aber: Ein Sieg ist ein Sieg. Daran kann sich der LTV aufrichten.