Leichlinger TV freut sich auf das Derby gegen die Bergischen Panther

Verein will offener werden : Der Plan des LTV: erst Derby, dann Party

Nach dem Derby gegen die HSG Bergische Panther steht beim Handball-Drittligisten Leichlinger TV eine Party an. Damit das Feiern auch wirklich Spaß macht. braucht es aber zunächst den achten Sieg im neunten Spiel.

Niklas Frielingsdorf verbrachte in der laufenden Woche viel Zeit am Telefon. Ein Anruf hier, eine E-Mail da – der Manager des Drittligisten Leichlinger TV musste eine Baustelle nach der anderen schließen, bevor heute Abend im Anschluss an das Derby gegen die HSG Bergische Panther eine große Handball-Party Am Hammer steigen soll. „Ich denke mal, wir werden ausverkauft melden können. Alles andere würde mich überraschen“, sagt der Chef-Organisator der Blütenstädter.

Im Anschluss an das um 20 Uhr startende Lokalduell gegen die Nachbarn will der LTV alle Zuschauer ab etwa 22 Uhr in die angrenzende Cremer Lounge zu einer „Aftergame-Party“ einladen. Die Feier ist Teil der neuen Ausrichtung der Abteilung. Das Ziel ist klar: Der LTV soll als offener Verein präsentiert werden, um Sympathien zu gewinnen und langfristig auch das Interesse an der Drittliga-Mannschaft sowie der gesamten Abteilung zu steigern.

Einen Grillwagen vor der Halle wird es geben, ein DJ sorgt für die entsprechende Musik. „Es haben sich schon viele Leute aus der Bergischen Handball-Region angekündigt“, sagt Frielingsdorf und glaubt, dass es „richtig voll werden wird“. Die Spieler werden nach dem Duell auf dem Feld in der Halle den Ausschank der Getränke übernehmen. Eintritt nimmt der Verein nicht, offiziell geht die Veranstaltung bis 2 Uhr in der Früh.

„Ich würde allen interessierten Zuschauern raten, deutlich eher an der Halle zu sein“, sagt Frielingsdorf. Der Manager, seit rund fünf Wochen an der Seite von Trainer Lars Hepp beim LTV aktiv, will auch im dritten Heimspiel in Folge mit einem Gewinnspiel, veränderter Moderation sowie der Pressekonferenz in der Cremer Lounge das Heimspiel-Erlebnis in Leichlingen abseits der Party weiter aufbessern.

Und dann wäre da auch noch die sportliche Brisanz des Duells zwischen dem Tabellenführer Leichlingen und dem Vierten, der bereits ein Spiel mehr absolviert hat. „Die Rollenverteilung lässt sich nicht definieren“, sagt Hepp, dessen Mannschaft nach sieben Siegen aus acht Spielen sehr gut dasteht. Das gilt auf für seinen Trainer-Kollegen Marcel Mutz der mit den Panthern das schwere Auftaktprogramm im zweiten Drittliga-Jahr sehr ordentlich meisterte.

„Wir bleiben demütig und freuen uns über jeden Punkt. Für uns geht es zunächst darum, möglichst schnell 20 Punkte auf dem Konto zu haben“, sagt Mutz. Nach derzeitigem Stand würden dazu noch neun Zähler fehlen. Im „Bonusspiel“ gegen Leichlingen rechnen sich die Panther (eigentlich) nichts aus, auch wenn Mutz erkennt, „dass wir im Sommer näher an sie herangerückt sind als in der vergangenen Saison“. Da setzte es für sein Team zwei klare Niederlagen gegen die Pirates.

Die Ansprüche an sein Team seien im Umfeld nun gewachsen – so, wie der Respekt der Gegner. „Keiner nimmt uns mehr auf die leichte Schulter“, sagt Mutz. Auch der mit „Jahrzehnten Erfahrung“ ausgestattete LTV nicht: „In der jetzigen Verfassung zählen die Panther für mich definitiv zu den Topteams“, betont Hepp.

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