Leichlinger TV findet auch Positives in der Niederlage

Nach Pleite in Northeim : Leichlinger TV findet auch Positives in der Niederlage

Die Drittliga-Handballer sind nach der 30:37-Niederlage beim Staffel-Neuling auf den sechsten Tabellenplatz abgerutschts. Trainer Lars Hepp zeigt sich angesichts der Verletztenmisere dennoch zufrieden mit dem Auftritt seines Teams und sagt: „Die Jungs kämpfen beherzter als in der Hinrunde.“

Eine kurze Phase gab es, in der die Drittliga-Handballer des Leichlinger TV zumindest auf einen Punktgewinn hoffen durften. Elf Minuten vor dem Ende kämpfte sich die ersatzgeschwächte Mannschaft von Trainer Lars Hepp beim Northeimer HC noch einmal auf zwei Treffer heran – eine erfolgreiche Aufholjagd nach zwischenzeitlichem Sieben-Tore-Rückstand blieb aber aus. Das am Ende deutliche 30:37 (14:16) bedeutete die vierte Niederlage aus den vergangenen fünf Spielen.

Die fiel nach Meinung von Innenblock-Spieler Kris Zulauf „viel zu hoch“ aus. „Am Ende fangen wir uns dann die Tempogegenstöße und das Ergebnis wächst an“, sagte der 32-Jährige über die unangenehme Partie bei den Süd-Niedersachsen. Die neunte Saisonniederlage ließ den LTV in der Tabelle von dem vierten auf den sechsten Platz abrutschen – und es scheint nicht ausgeschlossen, dass die Mannschaft in den verbleibenden fünf Ligaspielen weiter abstürzt.

Positiv bleibt: Mit Zulauf hat Trainer Hepp im Saisonendspurt wieder eine Option mehr. Der Rechtshänder, der im 300 Kilometer entfernten Northeim nach seinem Muskelfaserriss und Urlaub sein erst zweites Spiel in diesem Jahr absolvierte, durfte von Beginn an ran, kassierte von den Schiedsrichtern aber schnell zwei Zeitstrafen. „Für Lappalien“, betonte Zulauf, „die Schiedsrichter haben auf beiden Seiten unglücklich gepfiffen.“

Das sei aber nicht ausschlaggebend gewesen, sondern vielmehr die erneut mangelnden Alternativen von Bank. Mit Niclas Ludolph half über 30 Minuten ein A-Jugendlicher aus, der vorgewarnte Zulauf mischte im „super schnellen Spiel“ in der engen Halle erst wieder ab der 45. Minute mit, um keine Rote Karte zu riskieren. Stattdessen bildeten Dennis Aust und Christoph Gelbke das Duo in der Abwehrzentrale. „Sie haben es echt gut gemacht“, lobte Zulauf, der in der kommenden Saison als einer von sechs Spielern des aktuellen Kaders in Leichlingen bleibt.

Am Ende half alles nichts – genauso wie die „mit Abstand beste Saisonleistung“ (Hepp) von Außenspieler Tim Lindner. Der 24-Jährige tauchte sowohl im Rückraum als auch am gegnerischen Kreis auf und kam auf sechs Treffer – sein bester Wert, seit er im Winter zu den Pirates wechselte. Mit Blick auf die Einstellung machte Hepp seiner Mannschaft, die ohne sieben Verletzte auskommen musste, wie schon in den vorherigen Spielen keinen Vorwurf. „Die Jungs kämpfen beherzter als in der Hinrunde“, sagte Hepp.

LTV Stecken, Ferne – Schneider (5), Zulauf, Aust, Sivanathan (2), Lindner (6), Gelbke (3), Schulz (7), Ludolph, Kreckler (7/1).

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