Klare Niederlage in Gummersbach : Leichlinger TV fällt aus den DHB-Pokal-Rängen

Die stark ersatzgeschwächte Mannschaft um Trainer Lars Hepp erlebt beim 27:39 in Gummersbach den Tiefpunkt der Saison. Torhüter David Ferne sehnt bereits das Saisonende herbei.

Der Absturz des Leichlinger TV setzt sich auf äußerst schmerzhafte Weise fort. Die Drittliga-Handballer um Trainer Lars Hepp kassierten am Sonntag durch das 27:39 (14:17) beim VfL Gummersbach II die vierte Niederlage in Folge – und rutschten in der Tabelle vom siebten auf den achten Platz ab. Damit wäre der frühere Westdeutsche Meister nicht mehr für den DHB-Pokal qualifiziert. In der aktuellen Form ist es kaum denkbar, dass sich die angeschlagene Leichlinger Mannschaft in den verbleibenden drei Saisonspielen erholt.

„Hintenraus war es blamabel“, sagte Dirk Schumacher, der dem LTV als nächster Ex-Leichlinger in dessen personeller Notlage zur Seite stand. Der frühere Gummersbacher Erstliga-Spieler füllte die Linksaußenposition aus, da Vibulan Sivanathan berufsbedingt nicht zur Verfügung stand. Zudem fehlten der erkrankte Torjäger David Kreckler und Niclas Ludolph (Fußbruch).

Schumacher spielte vor lediglich 96 Zuschauern in der Schwalbenarena von Beginn an – und kam am Ende auf einen Treffer. „Wir spielen eine ordentliche erste Halbzeit, brechen zum Ende aber komplett auseinander“, sagte der Rechtshänder. Vor allem defensiv bekam das Hepp-Team den starken VfL-Angriff nicht unter Kontrolle, kassierte immer wieder einfache Gegentore aus dem Rückraum. Während sich die Mannschaft trotz ihrer schwierigen Situation zuletzt auch bei Niederlagen gut präsentierte, setzte es jetzt den vorläufigen Tiefpunkt der Saison. „Es geht für uns um nichts mehr, man fiebert dem Ende der Saison entgegen“, sagte Torhüter David Ferne und sprach damit wohl auch seinen Teamkollegen aus der Seele.

Ein guter Start der Gastgeber nach der Halbzeit entschied die Partie vorzeitig. Der LTV fing sich wegen einfacher Fehler immer wieder Tempogegenstöße und verlor in der seine Linie. Insbesondere die überzeugenden Fynn Herzig und Malte Meinhardt konnten auf Seiten des VfL nach Belieben einwerfen.

LTV Ferne, Stecken – Schulz (7/2), Schneider (3), D. Aust (3), K. Zulauf, Gelbke (5), Schumacher (1), Lindner (6), Rosendahl, T. Zulauf (2), Orth

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