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Leichlinger TV: David Schreibelmayer glaubt an das Potenzial des Teams

Handball, 3. Liga : David Schreibelmayer glaubt an den LTV

Am Samstag empfangen die Leichlinger Handballer den Longericher SC. „Platz sechs ist unser Ziel“, betont Rückraumspieler David Schreibelmayer mit Blick auf den neuen Modus der 3. Liga.

Über das vergangene Wochenende ärgert sich David Schreibelmayer gewaltig – und auch über das Ergebnis einige Wochen zuvor. Die Niederlagen gegen TuSEM Essen II (28:33) und die SG Menden Sauerlandwölfe (29:32) schmerzen die Drittliga-Handballer des Leichlinger TV. „Gegen beide hatten wir uns mehr ausgerechnet“, sagt Schreibelmayer und fügt hinzu: „Wir haben viele Neue im Team. Es ist logisch, dass wir uns finden müssen.“

Zu den Zugängen in der Mannschaft von Trainer Lars Hepp gehört auch der 25-Jährige. Seine Zeit in Leichlingen ist allerdings schon jetzt absehbar, denn eigentlich ist der Bayreuther fest in seiner Heimatstadt im Frankenland verwurzelt, wo er Sportökonomie studiert. Aktuell absolviert Schreibelmayer ein Praktikum in Dortmund beim Deutschen Handballbund (DHB). „Ich wollte weiterhin ambitioniert Handball spielen, weil ich zuvor in Bayreuth auch drittklassig gespielt habe“, sagt er. In der Stadt an der Wupper passte es gut, seit Anfang August spielt der Rechtshänder beim LTV.

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Ausgebildet wurde er in Bayreuth und ein Jahr lang in der A-Jugend-Bundesliga beim HC Erlangen. Schon einmal verschlug es ihn in die Fremde, als Schreibelmayer studienbedingt ein Jahr lang in der zweiten Mannschaft des DHfK Leipzig mitmischte. Einiges an Erfahrung also, die nun in Leichlingen zum Tragen kommen soll. „Platz sechs ist unser Ziel“, betont Schreibelmayer, dieser Rang würde den LTV vor der Teilnahme an der Abstiegsrunde bewahren. Er gibt aber zu: „Wir wussten, dass es eine schwierige Aufgabe wird.“

Aktuell stehen die Blütenstädter mit sechs Punkten auf Platz sieben. Mit dem Longericher SC kommt am Samstag (19 Uhr) ein Gegner auf die andere Rheinseite, der etwas überraschend zwei Punkte hinter dem LTV steht. „In der Vorbereitung hat uns Longerich hoch geschlagen“, erinnert sich Schreibelmayer. Wohlwissend, dass die Kölner nun ein eingespielteres Team erwartet. „Wir haben noch viel Potenzial“, glaubt der Rückraumspieler, der mangels Alternativen meist nicht in der Mitte, sondern rechts spielt. Und das, obwohl die Position eigentlich für einen Linkshänder ideal wäre. „Die Automatismen greifen in der Offensive langsam“, sagt Schreibelmayer, der zuletzt mehrfach seine Stärke in Eins-gegen-eins-Situationen bewies. In der Abwehr habe man dagegen noch Luft nach oben – und zudem gelegentlich einen körperlichen Nachteil gegenüber der Konkurrenz.

Da ist es hinderlich, dass mit Torhüter David Ferne (Schulterverletzung) und Tobias Weiler, der Schreibelmayer ersetzen könnte, zwei Akteure definitiv fehlen werden. Immerhin: Thomas Bahn und Torhüter Simon Hüttel sind wieder eine Option.