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Leichlinger TV bricht gegen Longericher SC nach der Pause ein

Handball, 3. Liga : LTV bricht im Derby nach der Pause ein

Der Handball-Drittligist Leichlinger TV verspielt gegen den Longericher SC eine Führung zur Halbzeitpause und verliert mit 26:31 (16:14).

Plötzlich war die Spannung verpufft. Als der Leichlinger TV im Drittliga-Derby gegen den Longericher SC knapp vier Minuten vor dem Spielende auf einen Treffer verkürzte, schien das Duell auf ein Herzschlagfinale zuzusteuern. Doch dazu kam es zum Bedauern der Handballer aus der Blütenstadt nicht. Statt die Gäste aus der Domstadt weiter unter Druck zu setzen, brach der LTV in den Schlussminuten ein – und verlor trotz zwischenzeitlich deutlicher Führung mit 26:31 (16:14). „Longerich hat uns am Ende leider überrannt“, sagte Rechtsaußen Kevin Symannek und gab zu: „Wir hätten nicht gedacht, dass wir überhaupt so lange mithalten.“

Die unter dem Strich sicher zu hohe Niederlage hatte der LTV irgendwo im Hinterkopf anscheinend eingeplant. „Erwartungsgemäß“ sei die Niederlage gegen die Kölner gewesen, schrieb der LTV in seinem eigenen Spielbericht. Dabei hatte das Team von Trainer Lars Hepp durchaus das Zeug, dem schlecht in die Saison gestarteten Gästen zumindest einen Punkt abzuringen. Dass es dazu nicht kam und Longerich als Siebter nun einen Platz vor dem LTV (beide 6:8 Punkte) steht, frustrierte. „Am Ende hatten wir Angst vor der eigenen Courage oder die Kraft ist uns etwas ausgegangen“, sagte Co-Trainer Achim Symannek.

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Mit einer offensiven 3:3-Abwehr, einem Deckungssystem, das der LTV unter der Woche extra für das Spiel einstudiert hatte, hatten die Leichlinger die Kölner vor große Probleme gestellt. Bis auf fünf Tore (15:10/24.) zogen die Gastgeber um ihren erneut stärksten Werfer Valdas Novickis (8) davon. Nach der Pause brachte Longerich dann aber einen siebten Feldspieler und zwang den LTV so wieder auf sein bewährtes Deckungssystem umzustellen – die Wende. „Bis dahin hat es wirklich grandios funktioniert“, sagte Kevin Symannek.

Beim LTV kamen zudem zu viele technische Fehler hinzu. Auch als Longerich wieder mit sechs Feldspielern agierte, blieb der LTV beim alten Deckungssystem. Die 3:3-Abwehr um den zurückgekehrten Chef Thomas Bahn hatte viel Kraft gekostet: Longerich spielte neben seinen handballerischen nun auch seine physischen Vorteile aus. Nur zehn eigene Tore nach der Pause waren für die Hausherren zu wenig. Die Leichlinger, die erstmals in der Saison zwei Niederlagen in Serie kassierten, befinden sich nun in einer gefährlichen Lage. Die Leistungen zu Saisonbeginn waren in großen Teilen gut, die Ergebnisse stimmten aber nicht immer.

Generell gibt es viele Überraschungen in der Liga. Der TuS Opladen, der als Aufsteiger von Sieg zu Sieg stürmt und punktgleich mit den beiden Spitzenteams HSG Krefeld und SGSH Dragons (alle 12:2) ist, zählt dazu. Oder der VfL Gummersbach II auf Rang vier. Dies sorgt in Summe dafür, dass Leichlingen mit den bislang erzielten (Pflicht)erfolgen hinten dran ist. Auch der LTV braucht dringend eine Befreiungsschlag, um die Abstiegsrunde am Ende der Saison zu vermeiden. Am Freitag in Krefeld bietet sich dazu eine von noch vielen Gelegenheiten.