Leichlinger TV: Bastian Munkel wechselt zum Saisonende zu den Bergischen Panthern

Wechsel im Sommer : Bastian Munkel verlässt den Leichlinger TV zum Saisonende

Nach und nach zeichnet sich ab, wie die Mannschaft des Leichlinger TV in der kommenden Saison aussehen wird. Unter der Woche stellte der Handball-Drittligist mit Rückraumspieler Alexander Senden seinen zweiten Neuling für die Saison nach dem angekündigten Umbruch vor.

Zugleich wurde der Abgang von Allrounder Bastian Munkel bekannt. Der flexibel einsetzbare Routinier, das hatte sich in den vergangenen Wochen angedeutet, schließt sich wie Teamkollege Henning Padeken dem Ligarivalen Bergische Panther an.

„Das ist natürlich schade, wir hätten ihn gern behalten“, sagt LTV-Manager Niklas Frielingsdorf, betont aber, dass man sich im Guten voneinander trenne. Munkel, der zuletzt monatelang mit Hüftproblemen fehlte, wird Ende März operiert, kann bis dahin aber wohl eingeschränkt für die Blütenstädter auflaufen – auch am Samstag (19.15 Uhr) bei der TuS Spenge. „Für die Deckung reicht es“, sagt Munkel, der nach Meinung der Mediziner auch nach dem Eingriff schnell wieder fit sein sollte. Den Panthern dürfte er in der kommenden Saison also wieder voll zur Verfügung stehen. „Auf lange Planung werde ich in den nächsten sechs oder sieben Jahren nicht mehr Handball spielen“, sagt der 32-Jährige. Daher wolle er beim Lokalrivalen des LTV nochmal mit Freunden wie Padeken oder Jens-Peter Reinarz zusammenspielen. „Stand jetzt weiß ich einfach nicht, wer in der kommenden Saison noch in Leichlingen spielt“, begründet Munkel. „Für mich geht es eben auch nicht mehr nur um das rein Sportliche.“

Mit Munkel verliert der LTV damit den nächsten Leistungsträger, der zugleich Identifikationsfigur bei den Bergischen ist. Auch der Abgang von Urgestein David Kreckler zeichnet sich immer mehr ab. Dabei sollte der 36-Jährige vor einem Jahr noch perspektivisch in den Trainerstab übergehen. Zudem gibt es in den Verhandlungen zwischen Frielingsdorf, Trainer Lars Hepp und den Spielern Mathis Stecken, Mike Schulz und Maik Schneider noch keine Einigung. Dass alle drei bleiben, ist ausgeschlossen. Was aus den Winter-Zugängen Christoph Gelbke und Tim Lindner wird, bleibt dabei unklar. Immerhin bleibt Spielmacher Valdas Novickis – mit ihm erzielten die Verantwortlichen bereits eine mündliche Einigung. Zudem steht die Verpflichtung eines weiteren jungen Spielers für die kommende Saison bevor. Auch Dennis Aust soll seinen bis 2020 gültigen Vertrag erfüllen. Für die kommende Saison stehen damit neun Spieler unter Vertrag – „das Gerüst steht“, betont Frielingsdorf.

Und sportlich? Da kämpft der Tabellendritte weiter mit Verletzungssorgen – was Hepp trotz der weiterhin vorhandenen Qualität in seinem Team kleinlaut werden lässt. Vor dem Spiel bei Aufsteiger Spenge sieht der A-Lizenz-Inhaber seine Mannschaft angesichts der Personalnot in der Außenseiterrolle. „Wir werden praktisch erst mit dem Anpfiff sehen, welche Spieler einsatzfähig sind“, sagt er.

Mehr von RP ONLINE