Handball : Leichlinger Handballer vor Kampfspiel

Der Drittligist tritt heute Abend beim VfL Gladbeck an. Trainer-Manager Frank Lorenzet warnt davor, den Neunten der Tabelle zu unterschätzen. Es ist der Auftakt zu fünf Spielen in der Fremde, bevor es wieder in die eigene Halle geht.

Das Licht am Ende des Tunnels wird heller. Gestern überzeugte sich Frank Lorenzet mal wieder selbst vom Zustand der Sporthalle Am Hammer in Leichlingen. In den neuen VIP-Räumen, die im Dezember eröffnet werden sollen, wurde die Fußbodenheizung verlegt, am Montag kommt der Estrich. Das ist aber nur der Nebenschauplatz. Richtig wichtig wird es in der durch einen Wasserschaden schwer beschädigten Turnhalle. Auch dort wird ab Montag der neue Boden verlegt und an der Decke gearbeitet. "Bis zum 14. November wird es wohl nicht reichen", sagt der Trainer-Manager des Leichlinger TV. Neues Ziel des Handball-Drittligisten ist, das Heimspiel gegen Krefeld am 28. November wieder in der eigenen Halle auszutragen. Bis dahin stehen noch fünf Spiele auf dem Programm. Die drei Heimspiele wurden ausgelagert: Duisburg (Hilgen), Hagen (Wermelskirchen) und Soest (Leverkusen). Bleiben noch zwei reguläre Auswärtspartien. Am 22.11. in Zweibrücken und heute Abend (19.30 Uhr) beim VfL Gladbeck.

"Die nächsten Wochen werden für uns definitiv richtungweisend", sagt Lorenzet. "Du darfst dir nicht viel erlauben, wenn du oben dabei bleiben willst. Und wir haben unseren Ausrutscher in Ratingen schon gehabt - der tut uns immer noch richtig weh." Das 26: 30 vor zwei Wochen passte so gar nicht ins Konzept der Leichlinger. Eigentlich wollte der LTV eine Serie starten. "Der Plan hat sich aber nicht geändert", sagt Lorenzet. Nun soll der Startpunkt eben mit dem Sieg in Wiesbaden am vergangenen Samstag gesetzt worden sein.

Gladbeck zu unterschätzen, wäre aber ein Fehler. Der VfL steht mit einem Spiel mehr auf dem Konto nur einen Platz hinter dem LTV auf Rang neun. "Es wird uns eine sehr homogene, eingespielte Truppe erwarten, die aufgrund ihrer acht Punkte befreit aufspielen kann. Wir werden mit dem nötigen Respekt in das Kampfspiel gehen", sagt Lorenzet, der aber der Tabelle nicht zuviel Beachtung beimisst. Alle Spielen seien bisher eng gewesen, viele Überraschungen habe es gegeben.

Probleme hat der Trainer-Manager derzeit auch personell. Zwar fällt in Henning Padeken (Bänderriss im Sprunggelenk) nur ein Akteur verletzungsbedingt aus, die Übungseinheiten sind aber dennoch nicht so gut besucht, wie es sich der Coach wünscht. "Bastian Munkeln und Dirk Schumacher haben in den vergangenen vier Wochen zweimal trainiert, Tim Menzlaff dreimal. Wir können uns im Training nicht das erarbeiten, was wir uns vorstellen", sagt Lorenzet. Aufgrund beruflichen Zwängen müssten die Akteure immer wieder passen. "Dennoch sind wir vom Papier her Favorit."

(RP)