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Basketball: Kunels Team will sich in der Keksstadt festbeißen

Basketball : Kunels Team will sich in der Keksstadt festbeißen

Nach dem Sprung auf Rang vier wollen die Opladenerinnen bei Phoenix Hagen ihre Play-Off-Ambitionen untermauern.

Zumindest das erste Etappenziel ist seit letzter Woche erreicht. Nach den hartnäckigen Startschwierigkeiten zu Saisonbeginn steht BBZ Opladen durch den 71:36-Erfolg über Bielefeld erstmals in dieser Spielzeit auf einem der vier begehrten Play-Off-Plätze.

Die Belohnung für den jüngsten sportlichen Aufwärtstrend mit zwei Siegen binnen sieben Tagen ist allerdings nichts, worauf sich die Opladenerinnen dauerhaft ausruhen können. Denn die Saison wird nicht schon Ende November, sondern erst im kommenden Frühjahr abgepfiffen, und der Abstand zwischen den Rängen vier und acht der Nordstaffel der Zweiten Liga beträgt nur zwei Zähler. So lauert das Verfolgerfeld aus Mainz, Grünberg, Neuss und Mainz entsprechend der kalten Jahreszeit auf einen Opladener Ausrutscher — und davon hat es im ersten Drittel der aktuellen Runde schließlich einige gegeben.

Bereits vor dem letzten Rückschlag gegen Vizemeister BG Göttingen wähnte sich BBZ auf dem richtigen Weg, fand sich dann aber schnell neben der Spur wieder. Immerhin: Den damals bemängelten fehlenden unbedingten Siegeswillen fand das Team gegen Hannover und Bielefeld rasch wieder, jetzt soll der aufgenommene Schwung mindestens bis zur Winterpause mitgenommen werden. "Wir stehen auf Platz vier, das ist genau die Umgebung, in der wir uns sehen, und das werden wir deshalb nicht mehr so leicht hergeben", lautet Birgit Kunels Ansage an die Konkurrenz.

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Der Opladener Optimismus speist sich dabei auch aus der erfolgreichen mentalen Verarbeitung jenes letzten Rückschlags. Kunel: "Die Mannschaft hat mittlerweile den Glauben an sich selbst gefunden und wird das in den kommenden Wochen auf dem Feld auch so zeigen." Das nächste mögliche Demonstrationsobjekt heißt Phoenix Hagen. Auf dem Papier scheint das Duell zwischen dem Tabellenvierten und dem Drittletzten eine klare Angelegenheit zu werden, zumal die Hagener Formkurve nach zuletzt fünf Pleiten am Stück deutlich nach unten zeigt. Doch Kunel, ganz die mahnende Trainerin, hebt sogleich den Zeigefinger und das nicht nur, weil BBZ von seinen letzten beiden Gastspielen aus der Keksstadt mit leeren Händen nach Leverkusen zurückkehrte.

"Hagen hatte bisher viel mit Verletzungspech zu kämpfen, die Mannschaft ist deutlich stärker als es der Tabellenplatz aussagt", bemerkt die BBZ-Trainerin. Die Rolle des Favoriten lehnt sie aber dennoch nicht ab — auch wenn der nötige Respekt vor dem Gegner vorhanden ist. "Das wird für beide Seiten eine sehr interessante Angelegenheit. Wir wollen oben dranbleiben. Deshalb gehört Hagen auch auswärts zu den Mannschaften, die wir schlagen müssen, wenn wir uns an der Spitze behaupten wollen", merkt Kunel an.

(sl)