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Lokalsport: Koblenz ist für Elfen ein echter Prüfstein

Lokalsport : Koblenz ist für Elfen ein echter Prüfstein

Zum zweiten Mal innerhalb kurzer Zeit treffen die Leverkusener Bundesliga-Handballerinnen auf die Vulkan-Ladies aus Koblenz. Das zweite Spiel will das Team von Renate Wolf aber weniger spannend gestalten als das erste.

Zur ungewohnten Zeit - am Samstagabend um 19.30 Uhr - kämpfen Bayers Handballerinnen in der heimischen Smidt-Arena um den Einzug ins Viertelfinale des DHB-Pokals. Beim Namen des Gegners dürften allen Beteiligten die Alarmglocken schrillen. Vulkan-Ladies Koblenz Weibern? Da war doch etwas. Knapp sechs Wochen ist es her, da zitterten sich die Elfen zum knappen Sieg über ebendiesen Gegner - die vermutlich schlechteste Saisonleistung der Leverkusenerinnen. Wie sie vor der Pause nach schwachem Start erst spät die Kurve bekamen und im zweiten Durchgang beinahe fahrlässig einen eigentlich komfortablen Vorsprung verspielten, ist nicht nur Trainerin Renate Wolf noch schmerzhaft in Erinnerung.

Dass eine Wiederholung des Resultats aus dem Ligaduell zum Einzug in die Runde der letzten Acht langen würde, ändert nichts daran, dass eine Wiederholung nicht erwünscht ist. Daran ließ die Chef-Elfe schon kurz nach dem Abpfiff keinen Zweifel, als sie giftig bemerkte, einige Spielerin hätten sich wohl auf einer Kaffeefahrt gewähnt - und auch so gespielt. Im zweiten Versuch gegen die Vulkan-Ladies (mit den beiden Ex-Elfen Prudence Kinlend und Annika Ingenpaß) wollen Wolfs Spielerinnen nun nicht nur den Fans, sondern auch der Trainerin beweisen, dass sie sich seit dem holprigen Sieg weiterentwickelt haben.

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Obwohl es zuletzt etwas runder lief bei den Elfen, haben die immer noch reichlich Luft nach oben gelassen. Denn was sie an Spielfreude und Defensivstärke phasenweise bereits andeuteten, riskierten sie viel zu oft noch durch Passagen, in denen sie sich durch mangelnde Zielstrebigkeit und fahrlässige Fehler um den Lohn für die Mühen zu bringen drohen. Das war auch beim ersten Auswärtssieg in der Liga - vor Wochenfrist in Göppingen - noch zu sehen.

Noch zuschauen muss gegen die Vulkan-Ladies Michelle Stefes. Die Linksaußen von Kooperationspartner TV Beyeröhde gehört zwar ab sofort zum Kader der Leverkusenerinnen. Im Pokal ist die 22-Jährige aber nicht spielberechtigt, weil sie in diesem Wettbewerb bereits für den TVB aufgelaufen ist (bei dessen Erstrunden-Aus). Wolf hat schon länger ein Auge auf Stefes geworfen, die Bayer ihrer Meinung nach wertvolle Dienste leisten kann. Erstmals zum Einsatz kommen kann Stefes am Mittwoch beim Spiel gegen den Thüringer HC.

Mit einem Zweitspielrecht wird umgekehrt übrigens auch Elfe Johanna Heldmann ausgestattet. So kann die Linkshänderin insbesondere in der EM-Pause der Bundesliga beim Wuppertaler Zweitligisten weiter Spielpraxis sammeln. "Eine tolle Geschichte für alle Seiten", betont Bayers Trainerin. Heldmann könne weiter Erfahrung auf dem Spielfeld sammeln und dem TVB mit ihren Qualitäten sicher helfen. Das nutze sicher auch der Entwicklung, von der nach der Spielpause auch die Elfen profitieren könnten.

(RP)