Als Spitzenreiter ins neue Jahr : Kaderbreite ist der Trumpf des TuS 82 Opladen

Die Handballer der Regionalliga-Nordrhein haben das Training wieder aufgenommen. Ein konkretes Saisonziel hat der Tabellenführer nicht.

Viel besser hätten die ersten elf Spiele in der Regionalliga-Nordrhein für die Handballer des TuS 82 kaum laufen können. Zwar verloren die Opladener hintereinander bei der SG Langenfeld und gegen den HC Weiden, gewannen aber alle anderen Partien – und das größtenteils überzeugend. „Die Breite unseres Kaders hat sich ausgezahlt“, sagt Rechtsaußen Markus Sonnenberg und betont: „So konnten wir immer wieder Ausfälle kompensieren.“

Davon hatten die von Fabrice Voigt trainierten Opladener nicht gerade wenig. Florian Klein zog sich bereits in der Saisonvorbereitung einen Kreuzbandriss zu. Viele andere Spieler fielen während der Spielzeit kurzfristig aus. „In einer Phase kam alles zusammen“, betont Coach Voigt und sieht darin auch einen Grund für die beiden Niederlagen. „Da hatten wir mit Birger Dittmer, Felix Barwitzki, Johannes Sonnenberg und Peer Pütz vier Leistungsträger gleichzeitig auf der Verletztenliste.“ Dem 26:32 in Langenfeld folgte ein 27:28 gegen Weiden in der heimischen Bielerthalle.

„Das war rückblickend sicher die unglücklichere Niederlage“, betont Sonnenberg. „Da haben wir auch einfach schlecht gespielt.“ Das galt sonst kaum. Der TuS fegte die SG Ratingen mit 31:25 aus der Halle, gewann 24:23 beim starken TV Korschenbroich und schüttelte zuletzt auch Verfolger TV Rheinbach souverän mit 26:23 ab. Die Hinrunde endet mit den Partien am 11. und 18. Januar in Bonn beziehungsweise gegen die HG Remscheid.

Zweieinhalb Wochen Pause hatte Voigt seiner Mannschaft über Weihnachten und Neujahr gegeben. Am Donnerstag stieg sie wieder ins Training ein. „Wir hoffen natürlich auf einen guten Start ins neue Jahr. Gerade in Bonn wird es schwer“, ist sich Sonnenberg vor dem Duell gegen den Tabellenvierten sicher. Zwei Punkte Vorsprung auf den TV Korschenbroich haben die Opladener inzwischen. An den Aufstieg wollen sie deshalb aber noch nicht denken. „Unser Ziel ist wirklich, von Spiel zu Spiel zu denken“, sagt Voigt. „Damit sind wir bislang gut gefahren. Am Ende sehen wir dann, wo wir stehen.“

Der Trainer ist froh, wie sich seine Mannschaft in den vergangenen Monaten entwickelt hat. „Mit Marius Anger hat einer unserer besten Spieler aufgehört. Das hat das Team gemeinsam hervorragend kompensiert. Es ist zu einer richtigen Einheit geworden.“ Voigt lobt darüber hinaus individuelle Verbesserungen und nennt Joscha Rinke in diesem Zusammenhang als erstes. „Er hat im rechten Rückraum einen Sprung gemacht.“

Die personelle Lage hat sich indes entspannt. Florian Klein laboriert noch seinen Kreuzbandriss aus. Der Rest des Opladener Teams ist wieder einsatzbereit. Die Zeichen, dass es für sie Anfang Mai um den Aufstieg in die Dritte Liga gehen könnte, stehen also durchaus gut.