Reitsport : "Jordan-Festival" bei den Bayer-Reitern

Nach ihrem Ritt auf dem zuverlässigen dunkelbraunen Wallach Dumas sahen die meisten Zuschauer Michaela Jordan bereits als Siegerin. Sie hatte mit 750 Punkten in der Dressurprüfung der schweren Klasse, dem "Prix St. Georges", eine beachtliche Marke vorgegeben. Diese hielt auch bis zum vorletzten Teilnehmer Ralph Hock aus Wermelskirchen, der für seine Vorstellung 756 Punkte erhielt – obschon diese Wertung für den Berufsreiter und seinen 18-jährigen Trakehner-Wallach Kasparow längst nicht alle Zuschauer nachvollziehen konnten.

Nach ihrem Ritt auf dem zuverlässigen dunkelbraunen Wallach Dumas sahen die meisten Zuschauer Michaela Jordan bereits als Siegerin. Sie hatte mit 750 Punkten in der Dressurprüfung der schweren Klasse, dem "Prix St. Georges", eine beachtliche Marke vorgegeben. Diese hielt auch bis zum vorletzten Teilnehmer Ralph Hock aus Wermelskirchen, der für seine Vorstellung 756 Punkte erhielt — obschon diese Wertung für den Berufsreiter und seinen 18-jährigen Trakehner-Wallach Kasparow längst nicht alle Zuschauer nachvollziehen konnten.

Meist nehmen Dressurreiter Wertungen der Richter kommentarlos hin, doch in diesem Fall erschien es für viele Betrachter zu offensichtlich, dass die drei Schiedsrichter mit ihrer Notengebung wohl auch etwas "Politik" machen wollten. War ihnen die mit vier Pferden aus der Nähe von Beckum angereiste Michaela Jordan, Frau des Vorsitzenden Christoph Jordan vom veranstaltenden Reiterverein Bayer Leverkusen, der auch als Turnierleiter fungierte, zuvor zu gut weggekommen? Denn die ehemalige Bayer-Reiterin Michaela Jordan, die inzwischen für den RFV Ahlen an den Start geht und kürzlich für ihren zehnten S-Sieg das Goldene Reitabzeichen erhielt, dominierte die wichtigen Prüfungen. So belegte sie in der M-Prüfung, die gleichzeitig als Qualifikation für den Prix St. George ausgeschrieben war, gleich die ersten drei Plätze. Die als Qualifikation zum Ersten Großen FAB-Amateur-Cup ausgeschriebene Dressurprüfung der Klasse M sah Michaela Jordan ebenfalls auf den ersten beiden Plätzen.

Somit wäre der erste Teil des Bayer-Sommerturniers beinahe zu einem reinen "Jordan-Festival" geworden, wenn halt der knapp verpasste Sieg in der abschließenden Prüfung noch hinzugekommen wäre. Die beste Reiterin des Bayer-Dressurwochenendes hatte es am Ende sogar noch einmal selbst in der Hand, sich den ersten Platz beim "Prix St. Georges" zu sichern: Mit ihrem zweiten Pferd Hispania griff sie als letzte Starterin noch einmal ins Geschehen ein. Allerdings unterlief Jordan und Hispania bei einem fliegenden Wechsel ein so gravierender Fehler, dass es mit der zehnjährigen Stute "nur" zum dritten Platz reichte.

Aber auch Teilnehmer, die noch offiziell für den Bayer-Reiterverein starteten, trugen sich in die Siegerlisten ein. Vor allem in den vielen Prüfungen für Nachwuchsreiter erzielten sie Erfolge: So gewannen Hannah Nett und Lea Honrath jeweils ihre Abteilungen im Reiter-Wettbewerb und Noemi Doerfer die E-Prüfung.

Am kommenden Wochenende folgt der zweite Teil des Sommerturniers auf der Anlage Kurtekotten des Bayer-Reitervereins, am Samstag und Sonntag sind dann die Springreiter unter sich.

(sg-)