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Basketball: Jack Eggleston stiehlt Josh Parker die Show in Hanau

Basketball : Jack Eggleston stiehlt Josh Parker die Show in Hanau

Die US-Amerikaner der Giants beweisen beim vierten Sieg in Serie einmal mehr ihre Ausnahmestellung bei den ProB-Basketballern.

Fast schien es, als sei dieser 2,03 Meter große Hüne über jedweden Zustand von Erschöpfung erhaben. Ausgiebig sprang Jack Eggleston mit seinen Teamkameraden am späten Samstag über das Parkett der Main-Kinizig-Halle und feierte mit den mitgereisten Fans das 97:93 (43:36, 79:79) über die Hanau White Wings nach Verlängerung.

Noch beeindruckender wirkt die Teilnahme an der kollektiven Tanzeinlage beim Blick auf die persönliche Statistik: Die Nummer 24 der Giants stand die kompletten 45 Minuten auf dem Feld, machte 30 Punkte, pflückte zehn Rebounds, legte fünfmal für besser postierte Kollegen auf. "Das war eine Wahnsinnsleistung, mehr gibt es dazu nicht zu sagen", lobte Kuczmann den US-Boy, fügte dann aber doch etwas hinzu: "Das Verrückte war, dass Jack in der letzten Minute immer noch genauso das Feld rauf und runter gerannt ist wie in der ersten Minute. Damit sind seine Gegner nicht klargekommen", meinte der Giants-Coach, dem so viel Energie schon beinahe unheimlich war.

Dass seine Mannschaft gegen den Tabellenzweiten für den vierten Sieg in Serie nachsitzen musste, war indes ihre eigene Schuld. Den Acht-Punkte-Vorsprung zum Ende des letzten Viertels brachten die Riesen vom Rhein nicht ins Ziel: weil Hanaus Anish Sharda – mit 22 Zählern vor Rudi Völlers Sohn Marco (17) bester Schütze der Gastgeber – 20 Sekunden vor Schluss zum 79:79 ausglich, und weil auf der Gegenseite sein Landsmann Josh Parker den letzten Wurf nicht im Korb unterbrachte. Den späten Tiefschlag und den daraus resultierenden Jubel der rund 700 Zuschauer steckten die Riesen aber souverän weg. "Keiner hat in der Pause den Kopf hängenlassen, alle haben klargemacht, dass das jetzt unsere Verlängerung werden würde", bemerkte Kuczmann.

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Tatsächlich ließ sein Team vom Sprungball weg durch seine Körpersprache erkennen, dass diese fünf Minuten die letzten sein würden. Dabei beeindruckte das Team auch durch seinen Fitnesszustand. Heraus aus einem starken Kollektiv ragten indes die beiden Amerikaner: Eggleston eröffnete die Overtime mit einem Dreier, dem der 24-Jährige weitere fünf Punkte folgen ließ. Nicht weniger imposant war die Nervenstärke von Josh Parker, der von den Hessen, um die Uhr zu stoppen, immer wieder an die Freiwurflinie geschickt wurde, dort aber stets die Nerven behielt und auf acht Zähler in der Verlängerung kam. Kuczmann: "Beide sind herausragende Führungsspieler, aber heute hat Jack ausnahmsweise mal Josh den Rang abgelaufen."

TSV: Raß (8), Goddek (6), Kuczmann (3), Twiehoff (14), Brüggemann (2), Parker (34), Eggleston (30), Legankovas.

(sl)