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Bayer Leverkusen: Hyypiä moniert Niveau der Standards

Bayer Leverkusen : Hyypiä moniert Niveau der Standards

Bayers Teamchef fordert mehr Konzentration bei Ecken und Freistößen. Der Grund: Nur sechs von 43 Treffern resultieren aus Standardsituationen. am Samstag (18.30 Uhr) kommt Stuttgart in die BayArena.

Die Voraussetzungen sind eigentlich ideal. In Gonzalo Castro, André Schürrle, Sidney Sam und Michal Kadlec verfügt Bayer 04 gleich über mehrere Spieler, die in der Lage sind, Eckbälle und Freistöße scharf und präzise vor das gegnerische Tor zu ziehen. Dort warten in Stefan Kießling, Ömer Toprak, Philipp Wollscheid oder Sebastian Boenisch Männer mit Gardemaß fürs erfolgreiche Kopfballspiel. Allein, die Werkself schlägt aus ihren Voraussetzungen zu wenig Kapital. Nur sechs von 43 Treffern fielen nach einer Standardsituation.

"Natürlich wissen wir, dass wir kopfballstarke Spieler haben. Aber der Ball muss auch gut kommen. Wenn der Ball nicht gut kommt, ist es egal, ob du sieben Zwei-Meter-Spieler im Strafraum stehen hast", sagte Teamchef Sami Hyypiä am Donnerstag. Und er fügte speziell auf Castro bezogen hinzu, der sei erwiesenermaßen in der Lage, gute Bälle zu bringen. "Aber er muss sich vielleicht ein bisschen mehr konzentrieren.". Nun spielt Castro unbestritten seine beste Saison und bereitete schon sieben Treffer vor (fünf per Standard), doch die Zahl der zu flach wie zu hoch geratenen Bälle aus ruhendem Zustand verhindern noch bessere Werte. Und weil Schürrle zwar anläuft wie Christian Ronaldo, aber nicht so schießt, zählt die Werkself zu den acht Bundesligisten, die in dieser Spielzeit noch ohne direkt verwandelten Freistoß dastehen.

Die Schlampigkeit bei Standards rückt dabei vor dem Spiel gegen den VfB Stuttgart (18.30 Uhr) umso mehr in den Vordergrund, als das Toreschießen aus dem Spiel heraus zuletzt ungewohnt stotterte. "Wir wussten, dass die Gegner sich besser auf unsere Spielweise einstellen würden. Wir machen uns schon seit längerem Gedanken, wie wir unser Spiel variieren können", sagte Hyypiä, der sich freute, in dieser nicht-Englischen Woche mal wieder ein paar Trainingseinheiten mehr durchführen zu können. Teilweise musste er jedoch auf Sascha Lewandowski verzichten. Den Cheftrainer plagte eine Grippe. Fehlen wird morgen Junior Fernandes. Der kaum berücksichtigte Chilene flog zur Geburt seines Kindes in die Heimat. Er soll Anfang nächster Woche zurück sein.

(RP/ac)