Fußball Holprige Auftritte

Weder die Witzheldener noch die Leichlinger bewiesen brauchbare Form in der Fußball-Bezirksliga. Während der VfL von Monheim erst spät geschlagen wurde, enttäuschte der SCL beim Abstiegskandidaten Gruiten.

Nichts zu holen gab es für den VfL Witzhelden und SC Leichlingen in der Fußball-Bezirksliga. Das waren jedoch schon die einzigen Gemeinsamkeiten. Denn die Witzheldener verloren gegen den Tabellennachbarn FC Monheim mit 1:2 und können bei allem Ehrgeiz damit durchaus leben als Aufsteiger. Der SC Leichlingen hingegen unterlag beim Abstiegskandidaten TSV Gruiten mit 0:2 – eine Pleite eher peinlicher Natur.

VfL Witzhelden – FC Monheim 1:2 (1:1). Beide Seiten hatten sich bereits mit einer Punkteteilung abgefunden, die aufgrund der Spielanteile auch durchaus verdient gewesen wäre. Doch dann war Monheims Alexander Süß zur Stelle. Nach einer Ecke von Dejan Lekic erzielte er in der 85. Minute per Kopf den Siegtreffer für die Gäste, die dem VfL die zweite Heimniederlage der Saison zufügten. Witzheldens Co-Trainer Oliver Heesen mochte trotz des späten Gegentreffer nicht von Pech sprechen. „Dass wir verloren haben, haben wir uns selbst zuzuschreiben. Denn wir haben all das, was wir uns vorgenommen haben, nicht einmal ansatzweise umgesetzt“, betonte er. Als größte Mängel hatte er mangelnde Aggressivität und die Zweikampfschwäche im Mittelfeld ausgemacht. Deshalb sei es durchaus gerechtfertigt, dass der FCM gewonnen hat. Die Tore im ersten Durchgang gingen auf das Konto von Bruno Oliveira (30.) und Simon Schmitz, der bei seinem Treffer in der 35. Minute von einem Fehler des Monheimer Schlussmanns Martin Schoberth profitierte. Bester Witzheldener war Michael „Nippel“ Nimpsch. Er überzeugte bei seinem Einsatz als Manndecker.

TSV Gruiten – SC Leichlingen 2:0 (1:0). Der Gegentreffer Sekunden vor dem Pausenpfiff erwies sich für den SCL als zu große Hypothek für den zweiten Durchgang. Denn nur ein einziges Mal konnten die Gäste die nach diesem Tor noch tiefer stehenden Platzherren ernsthaft in Gefahr bringen – bezeichnenderweise nicht aus dem Spiel heraus, sondern durch einen Freistoß von Giacomo Sorce. „In dieser Situation hat uns der gesperrte Daniel Babic ganz besonders gefehlt. Er kann den entscheidenden Pass spielen. Wir vermissen ihn an allen Ecken und Enden“, sagte Leichlingens Coach Frank Kremer. Auf dem holprigen Aschenplatz brachte seine Mannschaft nur wenige ansehnliche Passagen zustande – und kassiert in der 78. Minute nach einem Konter das zweite Tor der Gruitener. Andreas Schäfer verlor das entscheidende Laufduell nach einem Befreiungsschlag des Abstiegskandidaten. Zwei Minuten darauf wurde Samy Saad des Feldes verwiesen (Gelb-Rot). Einzig Keeper Jan Conradi stach aus einem ziemlich schwachen Team positiv heraus.

(RP)
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