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Lokalsport: Hilger blickt auf enttäuschende Saison des LTV

Lokalsport : Hilger blickt auf enttäuschende Saison des LTV

Der Handball-Drittligist bestreitet morgen gegen den VfL Gummersbach sein letztes Saisonspiel.

Das Rätsel wird wohl ungelöst bleiben. Beim Handball-Drittligisten Leichlinger TV sucht man verzweifelt nach der Antwort auf die Frage: Warum spielen die Leichlinger mal überragend und nur eine Woche später plötzlich wie ein Abstiegskandidat?

Durch Trainer Frank Lorenzet wird man nicht unbedingt schlauer, auch für ihn sind die schwankenden Leistungen des Teams unerklärlich. Vor der letzten Partie in dieser Saison gegen den VfL Gummersbach II (morgen, 19 Uhr, Halle Am Hammer) ist die Hoffnung groß, dass es dem LTV gelingt, sich ordentlich zu verabschieden. Prognosen sind aber praktisch nicht möglich. Selbst die Spieler, die schließlich maßgeblich verantwortlich für die unterschiedlichen Auftritte sind, kennen nicht die Lösung - auch nicht Tim Hilger. "Bei solchen Niederlagen kommt immer sehr viel zusammen", meint der Mittelmann - einer der Dauerbrenner des LTV. "In Halver hat einfach kein Spieler seine Normalform erreicht." Das mag zwar einmal vorkommen, aber die Häufigkeit solcher Auftritte in dieser Saison ist doch erstaunlich. Auch der 30 Jahre alte Hilger weiß diesbezüglich nicht wirklich weiter - nur so viel: "Keiner von uns verliert absichtlich, alle Spieler sind motiviert, jedes Spiel zu gewinnen."

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Auch gegen Gummersbach werde das so sein, verspricht Hilger, für den die Partie aufgrund seiner Zeit in der Jugend beim VfL einen besonderen Charakter hat. "Für mich kann ich sagen, dass ich natürlich besonders darauf brenne, zu gewinnen. Wir sind der Favorit."

Ein Sieg gegen den Elften, der keinerlei Abstiegssorgen mehr besitzt, wäre ohne Frage förderlich - auch um den vierten Tabellenplatz zu verteidigen. "Insgesamt war das eine enttäuschende Saison. Es gibt mit Ferndorf und Hagen zwei sehr starke Teams, die wir gerne mehr geärgert hätten", sagt Hilger. Für ihn wäre der dritte Tabellenplatz zufriedenstellend gewesen. In der kommenden Saison müssten die Leichlinger besonders an ihrem Umschaltspiel arbeiten, glaubt Hilger, der sich positionstechnisch selbst als "Allrounder" bezeichnet.

Daran wollen die Verantwortlichen aber erst nach der Partie denken. Zuvor soll gegen Gummersbach wieder das hochklassige Gesicht gezeigt werden. Das Rätsel wäre jedoch auch im Falle eines Erfolgs noch immer nicht gelöst.

(mol-)