Leverkusen: Heidemann ist NRWs Sportlerin des Jahres

Leverkusen : Heidemann ist NRWs Sportlerin des Jahres

Bei der sechsten Auflage der Wahl gewinnt in der Olympia-Zweiten im Fechten zum fünften Mal eine Leverkusenerin. Vereinskollege Heinrich Popow unterliegt in der Kategorie "Behindertensportler des Jahres".

Wenn sich die Sportprominenz an Rhein und Ruhr am Jahresende trifft, um diejenigen zu ehren, die Volkes Stimme zu den Sportlern des Jahres in Nordrhein-Westfalen gewählt hat, ist dies für den TSV Bayer 04 ein absolut verlässlicher Feiertag. Bei der Gala mit 1400 Gästen Freitagabend in den Dortmunder Westfalenhallen wurde in Vize-Olympiasiegerin Britta Heidemann das fechtende Aushängeschild der Leverkusener zur Sportlerin des Jahres in NRW gekürt. Damit geht dieser Titel bei der sechsten Auflage der 2007 von LandesSportBund (LSB) und Landesregierung ins Leben gerufenen Verleihung der Trophäe namens "Felix" zum fünften Mal an eine Athletin des TSV.

Nur bei der Premiere 2007 in Köln, als Duisburgs Fußball-Nationalspielerin Simone Laudehr gewann, ging Leverkusen leer aus. Seitdem nicht mehr. 2008 entschied Heidemann in Düsseldorf zum ersten Mal die Gunst der zur Abstimmung aufgerufenen Bevölkerung für sich, 2009 sicherte sich Speerwurf-Weltmeisterin Steffi Nerius in Essen den Titel. 2010 avancierte Speerwurf-Europameisterin Linda Stahl zur Hauptperson der Gala in Duisburg, und im Vorjahr fielen in Düsseldorf die meisten Stimmen auf die WM-Dritte im Siebenkampf, Jennifer Oeser. Nun also war Heidemann wieder an der Reihe, und sie setzte sich in einem Leverkusen-internen Duell mit hauchdünnem Vorsprung vor Stahl durch.

Fast 97 000 Menschen hatten in den vergangenen Wochen im Internet für einen von jeweils fünf Nominierten in insgesamt sieben Kategorien gestimmt (alle Sieger finden Sie in der nebenstehenden Infobox). Eine so große Resonanz hatte die Sportlerwahl noch nie gefunden. "Die große Resonanz zeigt, dass herausragende Leistungen die Menschen immer wieder neu begeistern", sagte Sportministerin Ute Schäfer, während LSB-Präsident Walter Schneeloch die grundsätzliche Bedeutung der Felix-Verleihung betonte: "Auch wenn heute Abend nur einzelne Akteure ausgezeichnet werden können, gebührt doch jedem Anerkennung, der sich für den Sport in NRW stark macht", sagte Schneeloch.

Neben Heidemann waren noch sieben andere Sportler mit Leverkusener Vereinszugehörigkeit bei der Wahl nominiert worden. So wurde Beachvolleyball-Olympiasieger Julius Brink zusammen mit seinem Partner Jonas Reckermann zum "Team des Jahres" gekürt. Paralympics-Goldmedaillengewinner Heinrich Popow musste sich derweil Tischtennisspieler Jochen Wollmert in der Kategorie "Behindertensportler des Jahres" geschlagen geben. Nerius wurde zweite bei der Wahl zur "Trainerin des Jahres". RTHC-Tennisspielerin Annika Beck sowie die Behindertensportler Birgit Kober und Markus Rehm gingen dagegen leer aus.

(RP/ac)
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