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Handballerinnen des TSV Bayer müssen sich Metzingen geschlagen geben

Rückschlag in Metzingen : Starke Moral der Elfen bleibt in Metzingen unbelohnt

Beim klaren Favoriten kamen die Bundesliga-Handballerinnen zwar immer wieder heran, doch es reichte letztlich nicht.

Es war wie verhext: Immer dann, wenn sich Bayers Handballerinnen im Spitzenspiel in Metzingen mühsam bis auf einen Treffer herangekämpft hatten, nutzten sie die Chance auf den Ausgleich nicht. So verpassten sie die durchaus gegebenen Möglichkeiten auf eine Überraschung beim Tabellendritten. „Das waren vielleicht die Schlüsselszenen. In diesen Momenten hätte die Partie durchaus kippen können“, war Elfen-Coach Robert Nijdam überzeugt. Das Endresultat von 30:23 (12:11) für die Gastgeberinnen fiel aus seiner Sicht auch zu deutlich aus.

Die Außenseiter vom Rhein hielt die Partie bis weit in die zweite Hälfte hinein offen. Besonders nah dran waren sie beispielsweise nach Kim Berndts Treffer zum 13:14 und Anna Seidels Tor zum 16:17 (38.) – zwei der erwähnten Gelegenheiten, in denen es den Elfen einfach nicht gelingen wollte, den Spielstand zu egalisieren. Selbst beim 22:26 durften die Leverkusenerinnen noch hoffen – ehe Metzingen zum Schlussspurt ansetzte.

Insgesamt unterliefen Bayers jungem Team etwas zu viele technische Fehler. Und auch im Abschluss fehlte bisweilen die nötige Genauigkeit – vor allem nach der Pause. Aber hart ins Gericht gehen mochte Nijdam mit seinen Schützlingen dennoch nicht, hatten die dem Favoriten doch lange Paroli geboten. „Es waren am Ende nur Nuancen, die den Ausschlag gaben“, resümierte er. Beeindruckt war er insbesondere von der starken kämpferischen Leistung und der tadellosen Moral – beides inzwischen schon fast so etwas wie die Markenzeichen des Teams. „Sie haben das Spiel wirklich nie verloren gegeben“, bescheinigte der Niederländer seinen Spielerinnen.

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Kreisläuferin Anna Seidel war mit sieben Treffern Bayers beste Schützin und ärgerte gleich mehrfach TuS-Keeperin Isabell Roch, die darum trotz aller Freude über den Heimsieg schimpfte: „Wir haben zu viele Tore über den Kreis kassiert.“ Die Neu-Nationalspielerin im Elfen-Trikot ging auch in kämpferischer Hinsicht voran. Dass sich bei einem Duell mit Marija Obradovic die Metzingerin schwer verletzte, war Pech und nicht das Resultat des überharten Einsteigens der Leverkusenerin, was ihr auch der Gegner bescheinigte.

Für Seidel und die Elfen geht es am Samstag mit dem Achtelfinale im DHB-Pokal gegen Nellingen weiter – diesmal in der heimischen Ostermann-Arena und als klarer Favorit.

Elfen Kurzke, Fehr – Seidel (7/3), Jo. Rode (6), Je. Rode (3), Jurgutyte (2), Berger (2), Zschocke (2), Berndt (1), Potocki, Hodel, Bruggeman, E. Rode, Souza, Kämpf.