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Handball: TuS 82 Opladen übernimmt Tabellenführung in der dritten Liga

Handball, 3. Liga : TuS 82 zieht mit Tabellenführer gleich

Beim 34:29 (17:13) in Longerich zeigt der TuS 82 Opladen eine seiner besten Saisonleistungen. Weil Spitzenreiter Krefeld patzt, steht die Mannschaft von Coach Fabrice Voigt vorläufig sogar ganz oben in der dritten Liga.

Die HSG Krefeld kam nicht über ein 33:33 gegen Baunatal hinaus, so dass der TuS 82 Opladen durch den 34:29-Erfolg beim Longericher SC Köln die Führung in der dritten Liga übernahm. „Die Tabelle können wir uns jetzt einrahmen“, sagte Trainer Fabrice Voigt, der die „wohl beste Leistung der gesamten Saison“ gesehen hatte. Im hitzigen Derby führten die Opladener Handballer früh und ließen sich auch von kurzen Schwächephasen nicht aus der Ruhe bringen.

Von Anfang an übernahm der TuS 82 im Derby vor 250 Zuschauern die Kontrolle. Mit einer offensiv ausgerichteten Deckung hatten die Leverkusener die Gastgeber ein wenig aus dem Konzept gebracht, bevor sie wieder auf die gewohnte 6:0-Variante umstellten. „Uns ist es sehr gut gelungen, Longerich immer wieder vor neue Aufgaben zu stellen“, sagte Voigt, der dies auf beide Seiten des Spielfelds bezog.

Im Angriff agierten die 82er phasenweise mit drei Rechtshändern, stellten aber auch um und brachten in Marius Anger einen Linkshänder auf der rechten Rückraumseite. Egal, ob mit Maurice Meurer, Johannes Sonnenberg, Birger Dittmer oder Oliver Dasburg: Das Team zeichnete sich durch eine enorme Ballsicherheit aus. Zum Schluss waren in der TuS-Statistik zwei technische Fehler vermerkt. „Das ist ein Spitzenwert, der sicher einen Unterschied ausgemacht hat“, erläuterte der Trainer, der so kaum gegnerische Konter anschauen musste.

  • Handball TuS 82 Opladen; 
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Im Abschluss hatten die meisten Leverkusener ebenfalls einen guten Tag erwischt. Linksaußen Yannik Nitzschmann überragte mit zehn Treffern aus dem Feld heraus. „Insgesamt waren die Außen stark“, lobte Voigt auch den fünffachen Torschützen Markus Sonnenberg auf der anderen Seite. „Beide haben nicht nur im Tempospiel wichtige Akzente gesetzt, sondern auch im gebundenen Angriff tolle Dinge gemacht, die zum Erfolg geführt haben.“

Aus dem Rückraum strahlten Dasburg und Anger die größte Torgefahr aus, während Meurer in der ersten Hälfte etwas Wurfpech hatte. „Als wir durch ihn in der zweiten Halbzeit noch mal einen Impuls setzen wollten, musste er leider mit einer Leistenverletzung raus“, haderte Voigt. Die Leverkusener kompensierten seinen Ausfall aber genauso wie den von Philipp Krefting, der aufgrund einer Corona-Infektion zu Hause bleiben musste. „Es zeichnet uns aus, dass wir bei Ausfällen nicht schwächer werden“, sagte Voigt, der seinen breiten und ausgewogenen Kader nahezu optimal nutzte.

In der Deckung machte das Kreisläufer-Duo Jan Jagieniak und Hendrik Rachow einen so guten Job, dass Zugang Maxim Swiedelsky noch auf seine ersten Einsatzminuten für den TuS 82 warten muss. „Wir werden ihn bestimmt auch in dieser Saison noch brauchen“, zeigte sich der Coach überzeugt.

Auf der Kippe stand das Duell nur ein einziges Mal. Eine Viertelstunde vor Schluss verkürzte Longerich auf 24:25 beziehungsweise 25:26. Die Leverkusener fanden Antworten nicht nur durch Torhüter Nils Thorben Schmidt, der insgesamt elf Mal parierte, sowie weitere Treffer von Dauerbrenner Nitzschmann, sondern auch durch Marius Anger, der in dieser kritischen Spielphase seine ganze Erfahrung ausspielte und drei wichtige Tore auf dem Weg zum 32:26 markierte.

Der Rest war Formsache für den neuen Spitzenreiter, der im Übrigen nur noch einen Punkt benötigt, um offiziell das erklärte Saisonziel zu erreichen. Am Klassenerhalt des TuS 82 zweifelt aber eigentlich niemand mehr. Sollte die Mannschaft am kommenden Samstag eine Überraschung gegen die HSG Krefeld schaffen, ist sogar die Teilnahme an der Aufstiegsrunde zur zweiten Liga greifbar nah.