Handball, 3. Liga : TuS 82 spielt nur noch vor 99 Zuschauern

Der von Fabrice Voigt trainierte Drittligist spielt am Samstag gegen Volemtal und hat seine Corona-Auflagen für Heimspiele deutlich verschärft. Neben der Reduktion der Zuschauerzahl gilt auch die 2-G-Plus-Regel sowie eine Maskenpflicht.

300 oder mehr Zuschauer begrüßt der TuS 82 Opladen regelmäßig in der Bielerthalle. Diese verwandeln die kleine Spielstätte dann gerne in die „Bielerthölle“ und sind so etwas wie der achte Spieler auf dem Feld. Das wird der Handball-Drittligist am Samstagabend gegen den Tus Volmetal (19.30 Uhr) nicht erleben. Der Vorstand beschränkte die Zuschauerzahl auf 99 und entschied sich zudem für weitere Auflagen, die das Live-Erlebnis spürbar beeinflussen.

So müssen alle Fans nicht nur geimpft oder genesen, sondern zusätzlich auch getestet sein. Dazu gilt die Maskenpflicht auch am Platz, und auf ein Getränk oder einen kleinen Snack muss das Publikum ebenfalls verzichten. Die Maßnahmen überbieten damit die politischen Vorgaben. „Die Mannschaft und ich finden es super schade, dass uns die gewohnte Unterstützung fehlt“, sagt Opladens Trainer Fabrice Voigt und fügt an: „Intern wurde kontrovers über dieses Thema diskutiert.“ Die danach geplante Weihnachtsfeier ist ebenfalls abgesagt.

Zumindest auf die Anfeuerung von 99 Begeisterten darf der Tabellendritte der Gruppe D hoffen. Ein Sieg gegen Volmetal, das insgesamt erst zwei Mal gewonnen hat, ist wahrscheinlich. „Unsere Rolle in dem Spiel ist klar, aber die Aufgabe wird sicher schwieriger als noch im Hinspiel“, ist Voigt überzeugt. „Zuletzt hat sich die Mannschaft des Gegners gefunden und gute Ergebnisse geschafft.“ Am vorigen Spieltag feierte Volmetal beim 23:22 gegen Baunatal seinen zweiten Saisonerfolg.

  • TuS Opladens Maurice Meurer (mit Ball)
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  • Schulministerin Yvonne Gebauer.
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  • Vincent Rose (beim Wurf) ist angeschlagen.
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„Trotzdem wollen wir natürlich zu Hause wieder punkten – vor allem, nachdem wir gegen Schalksmühle verloren haben“, sagt der Trainer. Er geht zuversichtlich in das Aufeinandertreffen. Im Training waren die Opladener einigermaßen komplett. Bis auf Philipp Jäger und Maurice Meurer, die sich beide am Knie verletzt haben, wird der TuS vollzählig sein. „Bei Maurice habe ich auch noch Hoffnung. Bislang ist sein Knie stabil“, sagt Voigt und freut sich über den Heilungsverlauf.  

Der Klub hat indes die ersten Weichen für die kommende Saison gestellt und mit seinem Torhüter-Trio verlängert. Nils Thorben Schmidt, Jascha Schmidt und Tim Trögel bleiben das Opladener Gespann. „Ich bin insgesamt mit den dreien zufrieden“, sagt Voigt. „Die Jungs werden sich gegenseitig sicher noch zu Höchstleistungen pushen.“ Auch Michael Strock freut sich über Kontinuität auf dieser Position. Alle hätten ihren Anteil am bislang positiven Saisonverlauf, ergänzte der Teammanager.