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Lokalsport: Großer Umbruch bei Bayers Fußballerinnen

Lokalsport : Großer Umbruch bei Bayers Fußballerinnen

Das Projekt Wiederaufstieg wird für die Frauen von Bayer 04 nicht einfach. Bislang gibt es kaum Zugänge für das Team von Trainerin Verena Hagedorn, um den personellen Aderlass zu kompensieren.

Die Termine stehen fest: In der ersten Juli-Woche treten Bayers Fußballerinnen zur obligatorischen Leistungsdiagnostik an und am 10. Juli bittet Trainerin Verena Hagedorn ihren Kader zur ersten Einheit in der Vorbereitung auf die Zweitliga-Saison, an deren Ende möglichst der Wiederaufstieg stehen soll. Welche Spielerinnen dann auf dem Platz stehen, ist indes ungewiss. Denn anders als von der Ex-Nationalspielerin erhofft, stehen die Leverkusenerinnen nach dem Abstieg vor einem riesigen Umbruch.

Nach Carolin Größinger (FC Bergheim) und Gentjana Rochi (BV Cloppenburg) im Winter sowie Leonie Doege (University of Indianapolis), Rachel Rinast (FC Basel), Rebecca Knaak (SC Freiburg), Ramona Petzelberger, Turid Knaak (beide SGS Essen), Jil Ludwig (TSV Jahn Calden), Lena Schrum, Annike Krahn, Francesca Weber und Lisa Schwab (alle vier Karriereende) haben zuletzt auch Marina Hegering (ebenfalls nach Essen) und Rieke Dieckmann (zum MSV Duisburg) ihren Abschied erklärt. Noch keine Zusage gibt es aktuell von Frederike Kempe, Ana Cristina Oliveira Leite, Henrietta Csiszár, Nina Ehegötz und der erst im Winter verpflichteten Barbara Dunst.

Deutlich überschaubarer ist die kleine Schar derer, die sicher bleiben oder kommen. Schon vor dem Saisonende hatten Torhüterin Anna Klink, Jessica Wich, Merle Barth und Laura Widak ihre Verträge bewusst auch für den Abstiegsfall verlängert. Dem Verein erhalten bleiben zudem Melissa Friedrich, Gianna Rackow und Sarah Abu Sabbah. Bayer 04 konnte bislang erst zwei Zugänge vermelden.

Von den Sportfreunden Siegen wechselt die 16-jährige Junioren-Nationalspielerin Lena Uebach an den Rhein. "Wir dürfen uns auf eine junge und talentierte Angreiferin freuen, die sich durch großen Torhunger auszeichnet", sagt Hagedorn und preist die flinke Stürmerin an.

Während Uebach gezielt entwickelt werden soll, bringt die zweite Neue bereits eine Menge mit. Das zentrale offensive Mittelfeld ist der Wirkungsbereich der 21-jährigen Madeline Gier, die künftig bei den Leverkusenerinnen die zur Position passende Rückennummer 10 auf dem Trikot tragen wird. Hagedorn hält große Stücke auf die U20-Nationalspielerin, die vom Mitabsteiger Borussia Mönchengladbach kommt. "Es ist super, dass wir Madi für Bayer 04 gewinnen konnten. Sie ist eine absolute Bereicherung und eine tolle Fußballerin. Ich freue mich sehr auf die Zusammenarbeit", sagt die Trainerin.

Um tatsächlich ein Team zusammenzustellen, das um den Aufstieg mitspielen kann, sind indes eine Menge weitere gute Nachrichten wie diese nötig - und das möglichst schon vor dem Trainingsstart. Es wartet also noch reichlich Arbeit auf Hagedorn und die anderen Verantwortlichen bei Bayers Fußballerinnen.

(RP)