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Giants vertrauen gegen die Panthers auf ihre Heimstärke

Basketball, 2. Liga : Giants treten mit Wut im Bauch gegen Schwenningen an

Nach der Niederlage in Paderborn empfangen die Zweitliga-Basketballer am Samstag die Panthers Schwenningen. Trainer Hansi Gnad fordert höchste Konzentration.

Mit 16 Punkten führten die Giants im letzten Viertel bei den Uni Baskets Paderborn. Doch die Leverkusener Zweitliga-Basketballer verloren trotz des Vorsprungs nach Verlängerung noch mit 93:101. „Ein solches Spiel kann man kaum verarbeiten, das muss man verdrängen“, sagt Trainer Hansi Gnad. Er macht auch Tage danach noch einen angefressenen Eindruck, wenn er über die Pleite spricht. Dass seine Mannschaft mit einer Portion Wut im Bauch an diesem Samstag (19.30 Uhr) gegen die Panthers Schwenningen antritt, dürfte sicher sein.

Die Ostermann-Arena und das dadurch entstehende Gefühl eines Heimspiels soll auch diesmal dazu beitragen, den Giants in die Erfolgsspur zurückzuhelfen. Das hat in dieser Saison schon häufig funktioniert. Von neun Partien daheim gewannen die Leverkusener acht, auswärts verloren sie sieben von acht. „Ich denke, die Jungs haben eingesehen, was sie in Paderborn falsch gemacht haben“, sagt Gnad. Er habe auch individuelle Kritik geübt, will diese aber nicht öffentlich aufschlüsseln. „Grundsätzlich lässt sich sagen, dass die Konzentration verlorenging. Sonst hätten wir niemals einen solchen Vorsprung noch aus der Hand gegeben. Das darf uns nicht noch einmal passieren.“

Gegen Schwenningen erwartet die Leverkusener ein Duell auf Augenhöhe. Die Süddeutschen dürften mental in hervorragender Verfassung anreisen. Zuletzt siegten sie drei Mal in Serie – inklusive eines überraschend klaren 82:67 gegen die Academics Heidelberg. „Die Schwenniger haben sich schon eine tolle Mannschaft zusammengeholt“, sagt Gnad. „Im Vergleich zur vorigen Saison sind sie bis auf eine oder zwei Ausnahmen völlig neu besetzt. Ob das für konstante Arbeit spricht, muss jeder selbst beurteilen, aber der Verein schafft es immer wieder, starke Leute zu holen.“

Und die Ansprüche scheinen gewaltig zu sein. Shaun Willett, der zu den Matchwinnern beim 85:80 im Hinspiel gegen Leverkusen gehörte, wurde trotz 18,3 Punkten und 9,5 Rebounds im Schnitt ersetzt. Willett ging nach Heidelberg, die Schwenninger sicherten sich Courtney Stockard, der bei 18,7 Zählern pro Partie steht. „Das war auf jeden Fall ein starker Zugang“, sagt Gnad, der aber auch vor dem Rest des Teams großen Respekt hat. So verfügt der Klub in Jonas Niedermanner, Robin Jorch und Felix Edwardsson auch über starke junge Spieler, die die Topscorer wie Nate Britt (14,8) und Rytis Pipiras (11,3) hervoragend ergänzen. 

Gnad schätzt zwar, dass seine Mannschaft Außenseiter ist, doch in der ProA-Tabelle liegen beide Kontrahenten mit jeweils acht Saisonniederlagen nahezu gleichauf. Vom fünften bis zum elften Platz sind die Unterschiede derzeit ohnehin marginal. Umso wichtiger ist es aus Giants-Sicht, dass die Leverkusener weiter konsequent ihre Heimspiele gewinnen. Dann lassen sich auch die bittersten Auswärtsniederlagen verkraften.

Personell hat sich die Lage derweil entspannt. Nur der langzeitverletzte Lennard Winter fehlt nach wie vor. Der Rest des Teams hat höchstens kleinere Blessuren.