Lokalsport: Giants verlieren Kapitän Twiehoff

Lokalsport: Giants verlieren Kapitän Twiehoff

Götz Twiehoff hat seine Karriere im Profi-Basketball beendet. Dem Zweitliga-Basketballer (ProB) der Giants, dem in den vergangenen Jahren stets der Spagat zwischen beruflichen und sportlichen Verpflichtungen gelang, setzt nun Prioritäten. Künftig widmet sich der Mannschaftskapitän seiner Familie und der Arbeit. Ob der 32-Jährige nebenbei auch noch Basketball spielt, ist offen.

Als Personalberater bei Bayer war Twiehoff in den vergangenen Jahren stark eingespannt. "Trotzdem konnte sich der gesamte Verein immer auf Götz verlassen", sagt Ex-Trainer und Geschäftsführer Achim Kuczmann. "Ich bin sehr froh darüber, dass ich ihn als Mannschaftskapitän an meiner Seite hatte." Abteilungsleiter Frank Rothweiler hätte Twiehoff gerne noch länger im Giants-Trikot gesehen, zeigt aber ebenfalls Verständnis für die Entscheidung: "Mit Götz verlieren wir nicht nur einen großen Sportler, sondern eine große Persönlichkeit in unserer Mannschaft. Den Beitrag, den Götz über viele Jahre für die Giants geleistet hat, kann man nicht hoch genug einschätzen."

Twiehoff kam 2012 aus Grevenbroich nach Leverkusen und feierte mit den Giants seine größten Erfolge. 2013 gelang der Aufstieg in die ProA, wo der Brettspieler durchschnittlich 13 Punkte und sieben Rebounds pro Partie schaffte. Damit zählte er zu den fünf besten deutschen Spielern der Liga. Den Giants blieb er auch nach dem Abstieg 2016 treu. "Als ich in der Jugend in Leichlingen und Leverkusen gespielt habe, war es immer mein Wunsch, auch in der Herren-Mannschaft zu anzutreten. Als es dann irgendwann geklappt hat, war ich stolz, in der Halle spielen zu dürfen, wo ich früher oft auf der Tribüne saß", sagt Twiehoff.

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Wie es sportlich für ihn weitergeht, ist noch nicht geklärt. "Um ehrlich zu sein, weiß ich noch nicht, was ich nächste Saison mache, oder, ob es überhaupt eine nächste Saison gibt", sagt er. "Es gibt verschiedene Gedankenspiele, aber ich verspüre keinen Druck, mich schnellstmöglich entscheiden zu müssen."

(trd)
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