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Lokalsport: Giants treffen aus allen Lagen und feiern ersten Auswärtserfolg

Lokalsport : Giants treffen aus allen Lagen und feiern ersten Auswärtserfolg

Die Bayer-Basketballer gewinnen mit 79:71 bei den Iserlohn Kangeroos, die vorab zwei Jahre lang in der Liga zuhause ungeschlagen waren.

15 von 16 Heimspielen hatten die Iserlohn Kangeroos seit der vergangenen Saison gewonnen. Die einzige Niederlage hatten sich die Sauerländer in den Play-offs gegen den späteren Aufsteiger Karlsruhe Lions eingefangen.

Entsprechende Freude herrschte bei den Bayer Giants nach dem hart erarbeiteten 79:71 (22:17, 14:24, 20:19, 15:19)-Sieg in der Fremde. Nicht nur brachten die Leverkusener Iserlohn die erste Heimniederlage während der regulären Saison seit zwei Jahren bei, sie feierten gleichzeitig auch ihren ersten Auswärtssieg nach zwei vermeidbaren Pleiten. "Ich bin sehr froh, dass wir die gute Trainingswoche mit ins Spiel genommen haben", sagte Bayer-Coach Achim Kuczmann.

Die Giants benötigten eine Weile, um richtig in Fahrt zu kommen. Erst in der vierten Minute gelangen Tim Schönborn per Korbleger die ersten Punkte zum 2:6. Der 27-Jährige, der gestern ebenso wie Mannschaftskamerad Bruce Beckford (23) seinen Geburtstag feierte, verkürzte im nächsten Angriff mit einem erfolgreichen Drei-Punkte-Wurf. Die Schüsse aus der Distanz entwickelten sich ohnehin zum großen Trumpf auf Bayer-Seite. Beckfords Dreier genügte zum 8:8 - trotzdem gingen die Gäste mit einem 17:22 in die erste Viertel-Unterbrechung.

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Es dauerte nicht lange, bis die Giants das Spiel gedreht hatten. Zwar hatten die Gäste weiterhin Probleme, die Kangeroos unter dem Korb zu stoppen, verhinderten aber erfolgreich effektive Distanzschüsse. 18 Mal versuchten die Gastgeber, drei Punkte zu erzielen, nur zwei Mal gelang es. "Das haben wir sehr stark verteidigt", lobte Kuczmann sein Team. "Zuletzt hatten wir immer das Problem, dass wir zu sehr am Ball orientiert waren, so dass oft der stärkste Schütze des Gegners einen freien Wurf bekam. Das war diesmal anders."

Die magere Distanzwurf-Ausbeute brachte bei den Hausherren das Selbstvertrauen merklich ins Wanken. "Es war deutlich zu spüren, dass Iserlohn das Gefühl hatte, jetzt unbedingt treffen zu müssen. Das hat uns in die Karten gespielt." Die Giants hatten die nötige Lockerheit, um aus allen Lagen erfolgreich zu sein. Die 52-prozentige Trefferquote bei Zwei-Punkte-Würfen (22 von 42) ist ordentlich, 43 Prozent von der Drei-Punkte-Linie (10 von 23) sind herausragend.

Die stets konzentriert wirkenden Gäste drehten das Duell im zweiten Durchgang. Die Mannschaft aus Leverkusen legte einen 10:0-Lauf hin, um mit 41:32 in Front zu gehen. Den Vorsprung verwalteten die Giants effektiv. So sehr sich die Kangeroos gegen die Heimniederlage stemmten, so konsequent hielt Bayer seinen Gegner in Schach.

Ein Sonderlob hatte der Trainer für Benjamin Nick und Daniel Merkens übrig: "Gerade zum Ende hatten wir bei unseren Leistungsträgern Probleme mit Fouls und die jüngeren Spielern mussten in die Bresche springen. Das haben sie hervorragend gemacht."

Giants Beckford (16), Jack (14), Heckel (12), Schönborn (10), Merkens (8), Twiehoff (8), Kuczmann (6), Nick (3), Oldham (2), Blessig, Queck (n.e.).

(tdr)