Basketball Giants-Reserve gewinnt Derby, TuS 82 verschiebt Klassenerhalt

Rhein-Wupper · Den Opladener Basketballern fehlt nach dem 81:83 gegen Bayer Uerdingen immer noch ein Sieg

 Jan Schwarzenthal von Fast Break Leverkusen (rechts) zieht zum Korb, Leon Marcel Thome von den Giants versucht, ihn daran zu hindern.

Jan Schwarzenthal von Fast Break Leverkusen (rechts) zieht zum Korb, Leon Marcel Thome von den Giants versucht, ihn daran zu hindern.

Foto: Uwe Miserius

Grund für Optimismus gab es aufseiten des TuS 82 Opladen genug: etwa die acht Zähler Vorsprung nach dem fulminanten Start in die zweite Halbzeit, oder die 81:77-Führung 90 Sekunden vor dem Ende, oder die letzten beiden Angriffe der Partie, mit denen die 82er zumindest die Verlängerung hätten erzwingen können. "Wir haben uns mit allen Kräften dagegen gestemmt, leider haben wir unsere Möglichkeiten in der Endphase nicht nutzen können. Mit dieser Leistung zu verlieren, ist natürlich bitter", kommentierte Trainerin Nadine Homann die 81:83-(45:46)-Niederlage ihres TuS 82 Opladen gegen Uerdingen.

Mit einem Sieg gegen die 05er hätten die Gastgeber bereits am vorletzten Spieltag den Klassenerhalt in der 2. Regionalliga perfekt machen können, nun muss bis zur letzten Runde gezittert werden. Durch die Niederlage von Alte Freunde Düsseldorf kann aber nur noch Wuppertal die Opladener vom rettenden zehnten Tabellenplatz verdrängen. Dieses Nervenspiel hätten sich die 82er freilich gern erspart, erst recht, da die Pleite beim letzten Saisonauftritt in der Schlehahn-Halle absolut vermeidbar gewesen war.

"Die Center haben wir stark verteidigt, da haben Patrick Höhfeld und Thomas Warnecke einen super Job gemacht, leider haben wir die starken Guards nicht hart genug attackiert", meinte Homann zur Defensivleistung ihres Teams. Die zwei Punkte Rückstand am Ende hätte sich ihr Team indes auch ganz leicht an der Freiwurflinie zurückholen können - die Erfolgsquote von 45 Prozent hätte nur ein kleines bisschen weniger schlecht ausfallen müssen. TuS 82 Williams (1), Foth (3), Neuendank (3), Klein (4), Blankenstein (14), Mekki (15), Höhfeld (19), Warnecke (22), Tadic.

Auch dem Nachbar vom Leichlinger TV fehlte nicht viel zu einem Erfolgserlebnis - zumindest vom Ergebnis her. Doch anders als seine Kollegin aus Opladen war Björn Jakob nach der 70:73-(36:30)-Pleite beim Rhöndorfer TV II alles andere als zufrieden mit dem Auftritt seiner Mannschaft: "Wir haben heute nicht gut gespielt und hätten trotzdem gewinnen müssen. Leider hat einigen Spielern die Pause augenscheinlich gar nicht gut getan. Alles in allem war das ein absolut enttäuschender Auftritt", fasste der LTV-Coach die Reise nach Rhöndorf zusammen, auf der nur Stefan Zimmermann, Eric Messing und Moritz Thimm so etwas wie Normalform erreichten.

Basketball: Giants-Reserve gewinnt Derby, TuS 82 verschiebt Klassenerhalt
Foto: Miserius, Uwe (umi)

Vor allem im Angriff passte wenig, nur fünf Leichlinger trafen überhaupt den Korb, dennoch lagen die Blütenstädter nach einem 12:0-Lauf zu Beginn des zweiten Viertels bis kurz vor Ende der Begegnung in Führung. Am Ende vermisste Jakob indes Konzentration und die nötige Zielstrebigkeit, das Spiel unbedingt gewinnen zu wollen. LTV Messing (22), Zimmermann (21), Wilczek (3), Thimm (19), Heischmann (7), Behrmann, Nagel, Schröder, Wodaege, Nevermann, Degner, Dugandzic.

Für den einzigen positiven Moment an diesem Spieltag sorgte aus Sicht von Fast Break Leverkusen passenderweise die Konkurrenz: Durch die gestrige Heimniederlage von Frechen gegen Zülpich hat Carsten Wiechmanns Team zumindest noch eine kleine theoretische Chance, dem Abstieg am letzten Spieltag von der Schippe zu springen. Doch nach der 67:94-(32:53)-Derbyklatsche gegen die Reserve der Bayer Giants scheinen Wetten auf ein weiteres Jahr Oberliga in Steinbüchel keine sichere Geldanlage zu sein.

Fast Break gab bei seinem Auftritt in jeder Hinsicht ein trostloses Bild ab: Nur zu fünft und ohne gelernten Aufbauspieler angetreten, vermittelte der Letzte zu keinem Zeitpunkt den Eindruck, noch selbst an den Klassenerhalt zu glauben - schon nach dem ersten Viertel (9:29) war die Sache durch. Offenbar gab es bereits in der Pause nichts mehr zu sagen: Sie fiel nur halb so lang aus wie gewohnt. "Die letzten 30 Minuten hatten nur noch Trainingscharakter", fasste der Fast-Break-Trainer den Rest der Partie zusammen.

Ähnlich sah es auch sein Gegenüber, wenngleich sich Katrin Hering nach der klaren Hinspielniederlage über die geglückte Revanche in eigener Halle sowie die Sicherung von Platz vier freute, die nun am letzten Spieltag verteidigt werden soll. "Es gab sicher schon packendere Spiele zwischen den beiden Teams. Wir wollten unser letztes Heimspiel unbedingt gewinnen, und das haben wir auch gezeigt, auch wenn das heute sicher nicht allzu schwer war", sagte die Bayer-Trainerin.

Giants Merkens (16), Bich (23), Pfeifer (10), Odenthal (18), Kuczmann (5), Schneider (4), Thomé (18).

FBL D. Klein (18), O. Nesges (17), Wiechmann (17), Schollmayer (8), Schwarzenthal (7).

(sl)
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