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Basketball: Giants reisen selbstbewusst zu Herkules

Basketball : Giants reisen selbstbewusst zu Herkules

Ohne übermäßiges Understatement fahren die ProB-Basketballer zum unbesiegten Tabellenführer nach Rhöndorf. An Selbstbewusstsein mangelt es den Bayer Giants vor der Herkulesaufgabe am Samstag nicht. In vier Partien blieb Achim Kuczmanns Team zuletzt hintereinander siegreich, behielt dabei gegen den aktuellen Tabellenvierten (Hanau) und -zweiten (Weißenhorn) die Oberhand. Nun wartet in den Dragons Rhöndorf das größtmögliche Kaliber der ProB Süd auf die Riesen vom Rhein.

Zwei Jahre nach ihrem Abstieg soll den Drachen aus Bad Honnef in dieser Spielzeit unbedingt die Rückkehr in die ProA gelingen. Die Konkurrenz hat die hohen Ambitionen bereits reichlich zu spüren bekommen: Rhöndorf liegt nach neun Spieltagen verlustpunktfrei an der Tabellenspitze, die Mannschaft ist nicht nur durch ihre beiden US-Amerikaner Geddes Robinson und Alejo Rodriguez individuell hochklassig besetzt. Das findet auch Bayer-Trainer Kuczmann: "Rhöndorf ist sicherlich von den Spitzenteams das stärkste."

Danach ist es mit den übermäßigen Respektsbekundungen aber auch schon vorbei. Dass die Giants als krasser Außenseiter ins Siebengebirge fahren, will niemand ernsthaft bestreiten. Dass der Primus zu einem ähnlich mühelosen Sieg wie zuletzt gegen Hanau oder Konstanz kommt, allerdings schon. Was die eigenen Erfolgsaussichten angeht, bleibt Kuczmann ganz realistisch. Aber nach den letzten vier Begegnungen seiner Mannschaft bedeutet "realistisch" eben auch den Verzicht auf übermäßiges Understatement: Schließlich sind die Erfolge über ihre direkte Konkurrenz in Sachen Aufstieg auch den Rhöndorfern nicht verborgen geblieben.

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"Unser Selbstvertrauen ist riesig", sagt Kuczmann und nennt dafür gleich mehrere Faktoren. Stichwort Offense: Der Tabellensiebte kommt im Schnitt auf 88,5 Punkte — Ligaspitzenwert. Maßgeblichen Anteil daran hat Topscorer Josh Parker, doch nicht erst seit dem letzten Spiel in Hanau scheint sich Jack Eggleston anzuschicken, seinem Landsmann den Rang des Sturmführers abzulaufen. "Beide haben herausragende Qualitäten, sie reißen mit ihrer Ausstrahlung auf dem Feld alle anderen mit, so was kann man nicht trainieren", lobt Kuczmann das US-Duo.

Stichwort Fitness: Anders als ihre Kontrahenten konnten die Giants zuletzt im Schlussabschnitt zulegen; selbst Spieler, die zuvor bis auf wenige Unterbrechungen durchgängig auf dem Feld gestanden hatten. Stichwort mentale Stabilität: Anders als zu Saisonbeginn beeindrucken die Riesen neben ihren spielerischen Qualitäten nun durch mentale Stärke. Während der unglücklich zustande gekommenen Verlängerung in Hanau spielte Bayer nicht nur gegen den Tabellenzweiten, sondern auch 700 Zuschauer an — und siegte souverän. "Wir kommen jede Woche einen kleinen Schritt in unserer Entwicklung nach vorne", meint Kuczmann — wohl wissend, dass gegen Rhöndorf nochmal ein Sprung nötig ist.

(sl)