Basketball : Giants planen dritten Streich

Nach zwei Heimsiegen binnen fünf Tagen will das Kuczmann-Team morgen (20 Uhr) gegen Rasta Vechta seine Serie fortsetzen. Die Niedersachsen sind als Tabellendritter indes ein größeres Kaliber als zuletzt Bernau und Stahnsdorf.

Die vergangenen Tage sorgten rund um die Smidt-Arena für eine willkommene Klimaveränderung. Die Luft im Abstiegskampf ist in den letzten Tagen wieder etwas frischer geworden.

Zwar stecken die Bayer Giants mit lediglich drei Siegen nach neun Spieltagen als Tabellenzwölfter weiterhin im Keller der ProB, doch die Leistungskurve zeigt nach den jüngsten Heimerfolgen gegen Bernau und Stahnsdorf klar nach oben. Vor allem das souverän herausgespielte 91:73 gegen die Brandenburger — aus Sicht von Achim Kuczmann das bislang beste Saisonspiel — stärkt das zuvor doch arg angeknackste Selbstbewusstsein der Riesen vom Rhein.

Defensiv kompakt, vorne mit 14 Dreiern kaum zu verteidigen, dazu die Hoheit bei den Rebounds gegen das in dieser Rubrik bis dahin stärkste Team der Liga — das schafft in der Addition die vollkommene Zufriedenheit beim Trainer, wenngleich der schlau genug ist, das Gezeigte nicht als Maßstab für kommende Spiele anzusetzen. "Solche Spiele gelingen natürlich nicht jede Woche, aber ich bin sicher, dass uns dieser Sieg nochmal einen enormen Schub geben wird", sagt der Giants-Trainer.

Besonders erfreut zeigte sich der Coach zudem über die ausgeglichene Mannschaftsleistung. One-Man-Shows finden bei den Giants nicht statt, Bayer verteilt die Last in der Offensive stets geschickt auf mehrere Schultern und ist so von der gegnerischen Defense derzeit kaum auszurechnen. Auch die Integration der in der Vorbereitung lange Verletzten scheint abgeschlossen. Dem noch leicht lädierten Matthias Goddek ließ sich die Bänderverletzung im Knöchel zuletzt jedenfalls nicht mehr anmerken.

Morgen werden die Giants indes eine ähnlich starke Leistung abliefern müssen wie gegen Stahnsdorf, soll gegen den Tabellendritten Rasta Vechta (Smidt-Arena, 20 Uhr) der dritte Streich gelingen. Ein dritter Heimsieg binnen einer Woche würde sich auch tabellarisch für die Riesen auszahlen. Allerdings stellen die Niedersachsen, jüngst genau wie Bayer zweimal erfolgreich, von allen drei Gastmannschaften das größte Kaliber da.

"Hier wird nach zwei Siegen hintereinander sicherlich keiner größenwahnsinnig. Vechta wird wieder eine schwere Aufgabe werden", weiß Kuczmann, der sich trotz Außenseiterrolle wieder gute Chancen für sein Team ausrechnet.

Das gesteigerte Selbstvertrauen sei nach den jüngsten Erfolgen auch im Training deutlich zu spüren. "Wir gehen die Sache absolut positiv an und sehen dann, was dabei rauskommt", meint Kuczmann.

(sl)