ProA Giants peilen ersten Sieg in fremder Halle an

Leverkusen · Der noch auswärtssieglose Basketball-Zweitligist ist am Samstag um 19.30 Uhr bei den Karlsruhe Lions zu Gast.

 Marian Schick (mit Ball) spielt mit den Giants in Karlsruhe auf Sieg.

Marian Schick (mit Ball) spielt mit den Giants in Karlsruhe auf Sieg.

Foto: Miserius, Uwe (umi)

Am ersten Spieltag unterlagen die Bayer Giants in der Ostermann-Arena mit 63:74 den Eisbären Bremerhaven. Die Partie fühlte sich wie ein Dämpfer für die Aufstiegseuphorie an. Einen Monat später hat sich die Perspektive geändert. Denn Bremerhaven steht als einzige Mannschaft ohne Niederlage an der Spitze der ProA-Tabelle – und die Giants haben seitdem alle drei Heimspiele gewonnen. In Karlsruhe soll es am Samstagabend ab 19.30 Uhr auch auswärts klappen.

„Mit der Bilanz können wir zufrieden sein“, sagt Trainer Hansi Gnad. „Es wäre aber schön, auch mal in fremder Halle einen Sieg zu klauen.“ Nah dran waren Giants in Ehingen, aber sie agierten in der Schlussphase unkonzentriert und gaben den Erfolg aus der Hand. „Das haben wir im Heimspiel gegen die Artland Dragons viel besser gemacht“, betont Gnad. „Sie haben uns extrem unter Druck gesetzt, aber wir haben die Nerven behalten.“

Zu gerne würden die Giants auch in Karlsruhe in der Schlussphase noch die Chance haben, das Spiel zu gewinnen. Viele Quervergleiche lassen sich nicht ziehen. Gegen Bremerhaven verloren beide, davon abgesehen war das bisherige Programm ein völlig anderes. Zum Auftakt in die Saison gewannen die Lions in Trier und gegen Hagen. Es folgten vier zum Teil knappe Niederlagen gegen Spitzenteams der ProA.

„Karlsruhe hat eine Mannschaft, die sehr unangenehm zu bespielen ist“, weiß Gnad. Die Truppe zeichnet eine hohe körperliche Präsenz sowie einen mit fünf Importspielern gespickten Kader aus. Der statistisch stärkste hat aber einen deutschen Pass. Center Maurice Pluskota erzielt im Schnitt 17,8 Punkte und holt 8,6 Rebounds pro Partie. An diese Werte kommt zwar kein anderer heran, doch mit Quinton Stroman verfügen die Karlsruher über einen hervorragenden Assistspieler. Dazu erzielen Justin Gordon, Daniel Norl und Orlando Parker durchschnittlich etwa zehn Zähler.

Aufpassen müssen Lions auf die Ausländerregelung in der ProA. Mindestens zwei deutsche Spieler müssen stets auf dem Feld stehen. Das kann in der Hektik schnell schief gehen. „Mir ist es letztens auch passiert“, sagt Gnad, der in Nick Hornsby, Colter Lasher und Eric Cooper alle drei US-Amerikaner auf dem Feld hatte und den Serben Nino Celebic einwechselte. „Das hat zum Glück niemand bemerkt.“ Wenn es auffällt, gibt es ein technisches Foul.

Der Bayer-Coach ist vor dem Duell mit den Badenern vorsichtig optimistisch: „Ich hoffe natürlich, dass wir komplett antreten können.“ Das war im jüngsten Duell gegen Artland zum ersten Mal in dieser Saison möglich. Marian Schick gab nach überstandener Zerrung sein Saisondebüt. „Diese Woche hat er wieder voll trainiert. Bislang hält er der Belastung stand“, sagt Gnad.