Basketball Giants mit breiter Brust in die PlayOffs

Leverkusen · Leverkusens Zweitligabasketballer gastieren zum Start der "best-of-three"-Serie in Oldenburg. Genug Selbstvertrauen ist bei Bayer in jedem Fall vorhanden. "Wir brauchen uns vor niemandem zu verstecken", sagt Trainer Achim Kuczmann.

 Spielt an der Seite von Landsmann Josh Parker eine wesentlich stärkere zweite Saison bei den Bayer Giants: Jack Eggleston (links, im Duell mit Weißenhorns Ex-Leverkusener Till-Joscha Jönke).

Spielt an der Seite von Landsmann Josh Parker eine wesentlich stärkere zweite Saison bei den Bayer Giants: Jack Eggleston (links, im Duell mit Weißenhorns Ex-Leverkusener Till-Joscha Jönke).

Foto: Uwe Miserius (Archiv)

Platz fünf nach 22 Spieltagen — vom Abteilungsleiter, über die Mannschaft und das Trainerteam bis hin zu den Fans hätte dieses Ergebnis vor der Saison wohl jeder bei den Bayer Giants begeistert unterschrieben. Sechs Monate später ist diese Begeisterung nach dem tatsächlichen Erreichen dieses Platzes in der Endabrechnung der ProB Süd nicht umgehend in Wehklagen umgeschlagen, doch so ganz und gar anfreunden können sie sich damit rund um die Smidt-Arena eigentlich auch nicht. Schließlich war am Ende — wenn auch völlig unerwartet — deutlich mehr drin. Der 82:103-Pleite in Nördlingen am vergangenen Wochenende folgte indes der Sturz von Rang drei auf fünf und damit auch der Verlust des Heimrechts in der am Sonntag beginnenden ersten PlayOff-Runde, die im Modus "best-of-three" ausgetragen wird.

Die Zeit, dieser verpassten Chance nachzutrauern, ist für Achim Kuczmann allerdings vorbei. Im ersten Moment sei das Team zurecht enttäuscht gewesen, sagte der Giants-Trainer, doch jetzt dürfe der Blick nur noch nach vorne gerichtet werden. "Die PlayOffs sind die verdiente Belohnung, für das, was die Mannschaft in dieser Saison alles geleistet hat. Ich denke, wir haben gerade auswärts in dieser Saison auch herausragende Spiele gezeigt. Da brauchen wir uns vor niemandem zu verstecken."

Der erste Gegner heißt Oldenburg. Die Niedersachsen belegten in der Nordstaffel, in der es ähnlich knapp wie im Süden zuging, dank eines erfolgreichen Schlussspurtes inklusive eines Erfolges über Spitzenreiter Schwelm mit zwölf Siegen und zehn Niederlagen am Ende Rang vier. "Leichte Gegner gab es schon während der Saison keine", kommentiert Kuczmann die Paarung, "wir haben vor niemandem Angst, nur Respekt."

Letzterer ist mit Blick auf die Offensivqualitäten des Gegners auch zwingend angebracht. Oldenburg ist im Angriff nur sehr schwer auszurechnen. Die starken Außenspieler Kevin Smit und der US-Amerikaner Mike Taylor ergänzen sich dabei nahezu perfekt mit dem 36-jährigen Center-Oldie Chris Heinrich. Der 2,09-Meter große Hüne ist der Topscorer seines Teams und verspricht auch für die Bayer-Defense einiges an Zusatzschichten. "Wir werden uns gewohnt intensiv mit Videoanalysen und Einzelgesprächen auf dieses Duell vorbereiten", meint der Leverkusener Trainer nüchtern, wobei davon auszugehen ist, dass Kuczmann und sein "Co" Stephan Ruers einige eigene taktische Kniffe für übermorgen aus dem Hutzaubern dürften. Dass die Giants ebenso hart verteidigen können wie vorne punkten, ist in der abgelaufenen Vorrunde mehrmals verbucht. An Selbstvertrauen braucht es den Riesen vom Rhein trotz des jüngsten Rückschlags in Bayern also nicht zu mangeln. Kuczmann sagt: "Jeder Gegner hat seine ihm eigenen Qualitäten, gerade zu Hause. Aber auch wir sind nur ganz schwer zu spielen, und darauf soll sich Oldenburg erst einmal einstellen."

(sl)